Rezension zu „Wildflower Summer – In deinen Armen“


Daten

Wildflower Summer – In deinen Armen von Kelly Moran – Kyss by Rowohlt – 368 Seiten – ISBN: 978-3499276200 – 12,99€ – veröffentlicht am 19. Mai 2020

Klappentext:

Ein Himmel, der unendlich erscheint, Berge, deren schneebedeckte Spitzen in der Sonne glitzern, Wildblumen, die sich im Wind wiegen. Dieser Anblick erwartet Nate Roldan, als er die Wildflower Ranch erreicht. Im selben Moment wird ihm klar, dass er nicht hierhergehört. Mit seinem Motorrad und seinen Tattoos sticht er an diesem schönen, friedlichen Ort heraus wie ein hässlicher Ölfleck.
Nur scheint das Olivia Cattenach nicht zu stören.
Ihretwegen ist Nate hier. Er hat ihrem sterbenden Bruder geschworen, auf sie aufzupassen. Und diese Aufgabe wird er erfüllen, egal was es ihn kostet. Er hätte nur nicht gedacht, dass der Preis sein Herz ist …

Meine Meinung:

Was habe ich die Redwood Reihe geliebt. Egal ob die drei Hauptteile oder auch die zwei Nebenteile. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen und waren wirklich absolute Wohlfühlbücher. 
Bei der neuen Reihe geht es auch direkt in ein neues Setting. Da war ich tatsächlich froh denn so wird man nicht dazu verleitet sie miteinander zu vergleichen.

In diesem Buch geht es um Nate und Olivia. 
Olivia gehört die Wildflower Ranch. Sie hat schon einige Dinge mitmachen müssen. 
Als Kind sind ihre Eltern gestorben und so sind Olivia und ihr Bruder von ihrer Tante aufgezogen worden.
Und vor einigen Monaten ist auch ihr Bruder bei einem Einsatz als Soldat gestorben. 
Trotzdem ist Olivia eine starke Frau. Sie lässt sich nicht unterkriegen und kämpft für sich und ihre Ranch. 
Sie ist eine Person die anpackt. Sie stellt sich nicht auf eine höhere Stufe und ist immer freundlich zu ihren Mitarbeitern. 

Nate ist ein Ex-Soldat, der im ersten Moment absolut nicht auf die Ranch passt. Er ist übersät mit Tattoos, ist riesig und hat eine Glatze. 
Doch Olivias Bruder hat ihn mit einem Brief zu ihr geschickt und deshalb poltert er quasi in das Leben von Olivia. 
Er ist sehr verschlossen. Durch seine Vergangenheit hat er sich eine sehr harte Schale angeeignet. Das führt dazu das es wenige Dinge gibt, die er wirklich genießen kann. Alles hat für ihn auf eine gewisse Weise eine Funktion. 
Doch als er Olivia immer besser kennenlernt, merkt er das sie ihn nicht einfach in Ruhe lässt und sich fest vorgenommen hat seine harte Schale zu knacken.

Die Grundidee hat mir wirklich gefallen. Auch die Umsetzung am Anfang hat mich gepackt. Olivia als so starken Charakter darzustellen hat sie mir direkt sympathisch gemacht. Und auch wenn Nate etwas verschlossener war, die kleinen Dinge die immer mal wieder ans Tageslicht kamen haben mich sehr berührt. 
Auch das Zusammenspiel der beiden hatte bei mir am Anfang die gewünschte Reaktion. Ich hatte Herzklopfen und hatte einfach Freude dabei die beiden zu begleiten.

Irgendwann hat sich das aber verloren. Ich hatte das Gefühl als würde sich alles wiederholen. Die beiden drehen sich im Kreis. Sie nähern sich an, dann zieht sich einer zurück und dann passiert irgendwas Dramatisches und beide nähern sich wieder an. Irgendwann wird das ganze kombiniert mit wirklich ewig langen Sexszenen. 
Ich habe wirklich gar kein Problem mit solchen Szenen. Es muss aber in die Geschichte passen. Und wenn gefühlt mehr Sex als Handlung passiert dann fehlt mir einfach etwas.
Gerade Nate hatte durch seine Vergangenheit so viel Potenzial gehabt. Das hat mir wirklich sehr gefehlt. Denn da wurde gar nicht wirklich drauf eingegangen. Irgendwann wurde es quasi einfach abgehandelt. 

Die Geschichte hätte sehr viel Potenzial gehabt. Denn wie man schreibt das weiß Kelly Moran einfach. Auch die Charaktere mochte ich sehr. Aber es war mir am Ende einfach zu wenig wirkliche Handlung. 
Deshalb konnte ich „Wildflower Summer – In deinen Armen“ leider nur 3 von 5 Lesekatzen geben.