Rezension zu „Trust“


Daten:

Trust von Kylie Scott – Lyx Verlag – 384 Seiten – ISBN: 978-3736308077 – 12,90€ – veröffentlicht am 26. Oktober 2018

Klappentext:

Edie Millen hatte hohe Erwartungen an ihr letztes Highschooljahr – mitten in einen Raubüberfall zu stolpern und beinahe zu sterben, gehörte allerdings nicht dazu. Von einem Moment auf den anderen ändert sich ihr Leben grundlegend. Als ihr die Blicke und das Gerede ihrer Mitschüler zu viel werden, wechselt sie kurzerhand die Schule – nicht ahnend, dass sie dort John Cole wiedersehen würde, den Jungen, der ihr an jenem Abend das Leben rettete. Die wildesten Gerüchte ranken sich um John – er sei gewalttätig und deale mit Drogen. Doch auch wenn Edie weiß, dass sie womöglich ihr Herz aufs Spiel setzt, kann und will sie nicht gegen die Gefühle ankämpfen, die John in ihr hervorruft … 

Meine Meinung: 

Für mich war es das erste Buch von Kylie Scott. Der Klappentext klang wirklich interessant und deshalb ist das Buch dann auch auf dem Kindle gelandet. 
Für das Cover hätte ich mir lieber die Originalversion gewünscht. Klar ist der Typ auf dem Cover nett anzusehen aber das andere Cover passt besser zur Geschichte.

Die Handlung im Buch beginnt direkt mit dem Raubüberfall. Da alles aus der Sicht von Edie geschrieben ist kann der Leser alles genau miterleben und kann tief in Edies Gefühle blicken.
Edie als Protagonistin ist eine sympathische junge Frau. Sie hat keine Idealmaße und wird deshalb in der Highschool immer wieder gemobbt. Nach dem Unfall wird es noch schlimmer und so wechselt Edie die Schule. Vor dem Unfall war sie eine Musterschülerin. Sie hat immer gelernt und gute Noten gehabt. Wenn sie wieder einmal dem Mobbing ausgesetzt war dann hat sie geschwiegen und sich eher zurückgezogen.
Nach dem Unfall wird sie rebellischer. Sie wehrt sich gegen das Mobbing und sie will viele erste Male erleben. Man merkt oft das ihr der Überfall den Halt genommen hat. Ihre Gedanken sind oft etwas wirr und die Gefühle können sich von einem zum anderen Moment ändern sobald ein Moment kommt der sie triggert.
Der Einzige der sie zu verstehen scheint ist John. Er war bei dem Unfall auch dabei und ist Edie in vielen Momenten eine Stütze.

John als Charakter ist auch wirklich spannend. Für mich war er nicht der typische Bad Boy. Man merkt sehr häufig die inneren Konflikte in ihm und er ist nicht so leicht zu durchschauen. 
Er hat bei dem Unfall einen kühlen Kopf bewahrt und ihm ist es zu verdanken das für Edie und ihn alles ohne große Verletzungen ausgegangen ist.
Nähe fällt ihm sehr schwer. Deshalb zieht er sich immer wieder zurück. Doch so ganz klappt es nie denn auch für ihn ist Edie eine große Stütze.

Die Geschichte hat es wirklich in sich. Viele Emotionen die hier aufkommen und man leidet wirklich sehr mit Edie und John. 
Die Nachwirkungen des Überfalls sind hier sehr realistisch beschrieben. Trotzdem gibt es auch immer mal Szenen mit viel Humor. 
Der Schreibstil von Kylie Scott ist sehr einnehmend und bildhaft. Man ist direkt in der Geschichte drin und möchte das Buch dann gar nicht mehr aus den Händen legen. 

Die Veränderungen der beiden Protagonisten finde ich sehr realistisch. Es ist kein übertriebenes Tempo und ich konnte die Geschehnisse gut nachvollziehen. 
Als kleinen Kritikpunkt muss ich anmerken das mir das Ende etwas zu schnell kam. Alles andere passiert in genau dem richtigen Tempo aber beim Ende hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht. Ich hatte den Eindruck da fehlt noch etwas. 
Das hat dann am Ende auch zu dem einen Punkt Abzug geführt. 

Trotzdem hat mir diese sehr emotionale und so ganz andere Story wirklich gut gefallen. Ein toller Schreibstil mit viel Gefühl und einer ordentlichen Portion Humor.
Deshalb bekommt „Trust“ von mir 4 von 5 Lesekatzen.