Rezension zu „Queen of Passion – Lenora“

Daten:

Queen of Passion – Lenora von Emma Chase – Kyss by Rowohlt – 320 Seiten – ISBN: 978-3499001208 – 12,99€ – veröffentlicht am 15. Oktober 2019

Klappentext:

Jede Dynastie hat einen Anfang, jede Legende beginnt mit einer Geschichte!

Prinzessin Lenora Celeste Beatrice Arabella Pembrook wurde von Kindesbeinen an darauf vorbereitet, Königin zu werden. Die erste Königin von Wessco. Als sie 1956 mit neunzehn Jahren gekrönt wird, ist sie also bereit, zu regieren. Lenora ist charmant, klug, selbstbewusst und – wenn nötig – skrupellos. Doch eins ist sie nicht: verheiratet.
Plötzlich hat niemand mehr etwas anderes als ihre Heirat im Sinn. Der Kronrat. Das Parlament. Das Volk. Lenora hat keinerlei Verlangen danach, sich an einen Mann zu binden – vor allem an keinen, der sie nur ihrer Krone wegen will. Doch Pflicht ist Pflicht. Selbst für eine Königin. Besonders für eine Königin. Also lässt sie sich auf eine Zweckehe ein. Nur hat sie nicht mit einem Mann wie dem Herzog von Anthorp gerechnet …

Meine Meinung:

Ich liebe die Prince of Passion Reihe. Sie war 2019 wirkliches eines meiner Highlights. Deshalb war ich auch wirklich gespannt auf die Geschichte von Queen Lenora. In den Bücher der Prinzen war sie für mich immer wieder eine Bereicherung. 

In dieser Geschichte reisen wir zurück in das Wessco der 50 er Jahre. Lenora ist gerade 19 Jahre alt als sie Königin wird. Für das kleine Königreich ist es völlig neu das eine Frau auf dem Thron sitzt. Deshalb ist der Druck auch hoch das Lenora so schnell es geht heiratet. 
Die junge Lenora ist oft noch unsicher und es fällt ihr anfangs schwer in ihre Rolle zu finden. Mit der Zeit merkt man aber wie sie zu der starken Persönlichkeit wurde, die sie auch in den späteren Büchern ist.
Ich mochte Lenora sehr und fand ihre Entwicklung unglaublich interessant. So einige ihrer Handlungen in den anderen Büchern kann man mit diesem Einblick noch einmal wesentlich mehr nachvollziehen. 

Edward ist auch ein interessanter Charakter. Er ist eher ein Freigeist und man könnte meinen er passt so gar nicht zu Lenora. Allerdings ergänzen die beiden sich wirklich wunderbar. 
Leider blieb Edward für mich als Protagonist immer etwas blass. Das fand ich sehr schade. Es ist natürlich nicht leicht bei so einer starken Protagonistin aber ich glaube Edward hätte durchaus noch wesentlich spannender sein können.

Die Einblicke in das frühere Wessco fand ich wirklich spannend. Man merkt dadurch erst was Lenora eigentlich für ihr Reich geleistet hat und was sie auch Nicholas und Henry ermöglicht hat. 
Teilweise war es sicherlich recht politisch aber es war so gut in die Geschichte eingewoben das es wirklich leicht zu lesen war.

Leider wollte bei der Liebesgeschichte zwischen Edward und Lenora bei mir nicht wirklich viel Herzklopfen aufkommen. 
Ich mochte beide als einzelne Charaktere und auch das sie gut zusammenpassen war mir klar. Aber irgendwie fehlte mir etwas. Ich weiß nicht wo dran es gelegen hat aber ich konnte einfach da keinen so starken Bezug finden. 
Es ist einfach komplett anders als die ersten drei Teile. Deshalb betrachte ich es eher als die Vorgeschichte von Wessco und Lenora als Person und weniger als Liebesgeschichte.

„Queen of Passion“ war für mich auf jeden Fall eine spannende Ergänzung zu den ersten drei Teilen. Es war anders aber trotzdem interessant und für mich rundet es die Reihe noch einmal ab.
Deshalb bekommt Lenoras Geschichte von mir 4 von 5 Lesekatzen.