Rezension zu „Once and for all“


Daten:

Once and for all von Sarah Dessen – dtv Verlag – 400 Seiten – ISBN: 978-3423718165 – 10,95€ – veröffentlicht am 18. April 2019

Klappentext:

Vier Hochzeiten und ein Liebesfall 

Louna ist die Tochter der gefragtesten Hochzeitsplanerin von Lakeview. Deren Mitarbeiter sind gestählt im Umgang mit panischen Bräuten und kaltfüßigen Bräutigamen. Und bei allem, was sie erlebt haben, glaubt keiner von ihnen mehr an die wahre Liebe. Auch Louna glaubt nicht mehr an das ewige Liebesglück, denn ihre erste Liebe wurde ihr genommen. Seit damals hält sie jeden, der sich ihr nähert, auf Abstand. Auch Ambrose, den charmant-chaotischen Bruder einer zahlungskräftigen Braut to be. Als Lounas Mutter ausgerechnet Ambrose als Praktikant einstellt, beginnt Lounas sorgsam errichteter Schutzwall zu bröckeln …

Meine Meinung:

Letztes Jahr habe ich mein erstes Buch von Sarah Dessen gelesen und es hatte mir wirklich extrem gut gefallen. Deshalb war ich sehr gespannt auf diese Geschichte. Denn schon alleine das Cover war mir ins Auge gesprungen.

In diesem Buch geht es um Louna. Sie ist ohne Vater aufgewachsen. Ihre Mutter hat sich als Hochzeitsplanerin selbstständig gemacht und so dreht sich auch bei Louna viel um Bräute, Feiern und die Liebe. 
Sie ist eine sehr starke Protagonistin. Auch wenn sie es durch ihre Kindheit nicht immer einfach hatte, ist sie doch freundlich. Allerdings kann sie in gewissen Situationen auch sehr sarkastisch sein. Das macht sie aber nur sympathisch und vor allem menschlich.
Louna befindet sich gerade an einem schwierigen Punkt in ihrem Leben. Denn entgegen aller Ratschläge ihrer Mutter hat sie sich verliebt und muss nun einen schweren Verlust hinnehmen. Dadurch zieht sie sich ein wenig zurück und nimmt nicht mehr so aktiv am Leben teil.

Ambrose ist das komplette Gegenteil von Louna. Er scheint einfach immer gute Laune zu haben. Seine Familie treibt er mit seiner lockeren Einstellung und seiner chaotischen Art oft ziemlich in den Wahnsinn.
 Anfangs scheint er oft ein wenig dümmlich zu sein. Doch je mehr man ihn kennenglernt um so mehr versteht man auch ihn und stellt fest das er eigentlich ein ziemlich guter Kerl ist.

Die Nebencharaktere sind auch wirklich gut ausgearbeitet. Das gefällt mir an den Büchern von Sarah Dessen wirklich sehr. Die Nebencharaktere bleiben nicht blass und unwichtig. Sie tragen zur Geschichte bei und bekommen alle ihre eigenen kleinen Momente. 

Der Schreibstil ist sehr bildhaft. Es wird sich Zeit genommen alles wirklich so zu beschreiben, dass man es wirklich gut vor Augen hat. Auch für die Emotionen und die Entwicklungen wird viel Platz eingeräumt. 
Auch die Beschreibungen der Hochzeiten und deren Vorbereitungen fand ich oft sehr spannend und teilweise durchaus auch interessant. 

In dieser Geschichte geht es um Verlust und wie man seine Vergangenheit bewältigen kann. Es ist nicht einfach da seinen Weg zu finden und vor allem herauszufinden wer man ist. Ich glaube vor allem junge Leser können das absolut nachvollziehen.

Was mich aber ein wenig gestört hat ist, dass man ziemlich früh schon sehr viel erfährt. Dadurch nimmt man dem Leser Spannung. Natürlich stehen die Gefühle und die Verarbeitung im Mittelpunkt. Aber ich glaube es wäre einfach noch etwas spannender gewesen, wenn man nicht nach den ersten 100 Seiten schon so viel erfahren hätte über Lounas Vergangenheit. 
Auch wenn hier wirklich wichtige Themen besprochen wurden und mir das Buch insgesamt gefallen hat, so ist es mir trotzdem sehr schwer gefallen eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. Ich weiß nicht warum das so war. Aber ich hatte häufig das Gefühl mir würde etwas fehlen. 

Insgesamt war dieses Buch von Sarah für mich doch wesentlich schwächer als der Vorgänger. So ganz wollte es mir nicht gelingen zu den Protagonisten zu finden. Auch wenn sie gut ausgearbeitet waren. Mir fehlte einfach der emotionale Bezug zu ihnen. 
Deshalb bekommt „Once and for all“ von mir 3 von 5 Lesekatzen.