Rezension zu „Northern Love – Tief wie das Meer“


Daten:

Northern Love – Tief wie das Meer von Julie Birkland – Knaur Taschenbuch – 368 Seiten – ISBN: 978-3426526026 – 10,99€ – veröffentlicht am 01. Dezember 2020

Klappentext:

Wasserfälle, schroffe Felsen und endloses Meer – Svea ist nach Lillehamn gekommen, um Abstand zu ihren ehrgeizigen Eltern zu gewinnen. Einen Mann fürs Vergnügen hat sie auch schnell gefunden: ihren verdammt sexy Chef Espen Solberg. Ob auf dem Tennisplatz oder im Bett, Spaß haben sie auf jeden Fall. Nur vorsichtig gesteht Svea sich ein, wie viel sie längst für ihn empfindet. Doch Espen besteht darauf, dass er nicht der Typ für feste Bindungen ist. Sie ahnt nicht, welch furchtbares Geheimnis sich hinter seinem Nein verbirgt …

Meine Meinung:

Die Northern Love Reihe ist für mich wirklich eine große Liebe. Zum einen liegt das am Schreibstil von Julie, zum anderen an dem tollen Setting. 
Ich habe mich also sehr gefreut als es hieß, zurück nach Lillehamn. 

In diesem Buch geht es um Svea und Espen. 
Svea wirkt am Anfang wie ein Mensch, der weiß was er will. Sie ist direkt und hat das Herz am rechten Fleck. 
Ihre Arbeit in der Arztpraxis der Familie Solberg liebt sie. Ebenso wie ihren Youtube Kanal den sie erfolgreich betreibt. 
Als Svea damals nach Lillehamn gekommen ist, kamen sie und Espen sich schnell näher. Allerdings waren sie immer nur Freunde mit gewissen Vorzügen. Das sich die Gefühle bei Svea verändert haben, ist für sie erst einmal nur schwer zu akzeptieren. 
Man merkt in diesen Momenten dann doch wie unsicher sie oft ist und das Svea sehr geübt darin ist eine Fassade aufrecht zu halten.

Espen habe ich im ersten Teil schon sehr ins Herz geschlossen. Er ist ein absolutes Goldstück. Seine Familie ist ihm extrem wichtig und er liebt seinen Job. 
Doch hinter seiner scheinbar immer fröhlichen Art, verbirgt sich doch eine große Last. Ihn durch die Geschichte zu begleiten ist nicht immer leicht. Aber es lohnt sich!

Wir werden direkt in die Geschichte und damit in Sveas und Espens seltsame Freundschaft geworfen. Schnell wird dem Leser klar, da ist doch mehr zwischen den beiden. Allerdings wollen weder Espen noch Svea das wirklich wahrhaben. 
Warum beide so zaghaft sind, erfährt man im Verlauf der Geschichte. 
Mir hat die Entwicklung sehr gefallen. Julie hat es geschafft die Entwicklung sehr realistisch darzustellen. 
Man fiebert mit den beiden mit und so einige Male hätte ich die beiden gerne geschüttelt. 

Wir haben hier sehr viele harmonische und lustige Momente. Allerdings merkt man auch schnell das der zweite Teil doch wesentlich ernster ist. Es werden einige Themen angesprochen, die es in sich haben. Da sind bei mir dann auch durchaus Tränen geflossen. 
Espen und Svea wird wirklich viel abverlangt. 

Da muss man den tollen Schreibstil von Julie wirklich auch nochmal erwähnen. Sie schafft es den Leser mit einfühlsamen Worten durch die Erlebnisse zu führen. Neben den wirklich traurigen Momenten gibt es auch immer wieder etwas zu lachen oder Momente, die das Herz schneller schlagen lassen. 
Sie zaubert eine unglaubliche Atmosphäre, die dazu führt das ich mich direkt in den Flieger setzen möchte und der Familie Solberg einen Besuch abstatten will. 
 

Auch wenn Teil zwei mir wirklich viel abverlangt hat, es hat sich gelohnt. Für mich ist „Northern Love – Tief wie das Meer“ ein absolutes Highlight. 
Deswegen bekommt der zweite Teil der Reihe von mir 5 von 5 Lesekatzen.