Rezension zu „Midnight Chronicles – Seelenband“

Daten:

Midnight Chronicles – Seelenband von Laura Kneidl und Bianca Iosivoni – Lyx Verlag – 464 Seiten – ISBN: 978-3736313491 – 14,90€ – veröffentlicht am 23. Februar 2022

Klappentext: 

Ella hat am Tag des Blutbades alles verloren – und gibt sich selbst die Schuld daran. Als einziger Ausweg bleibt der Soul Huntress die Flucht nach Prag, weit weg von all dem, was sie quält. Doch dann steht ausgerechnet die eine Person wieder vor ihr, die sie mit allen Mitteln zu vergessen versucht: Wayne McKinley. Einst ihr süßestes Geheimnis, scheint Wayne nun nur noch eine schmerzvolle Erinnerung zu sein. Ella bleibt jedoch keine andere Wahl, als mit ihm zusammenzuarbeiten, um ihren Fehler vom Tag des Blutbades wiedergutzumachen. Auch auf die Gefahr hin, dass ihre Gefühle für den Hunter mit jeder gemeinsam verbrachten Minute stärker werden.

Meine Meinung:

Auch im vierten Teil der Reihe geht es spannend weiter. Man merkt das sich die Reihe dem Ende naht. Immer mehr Geschehnisse passen zusammen und man bekommt ein klareres Bild.

Im vierten Teil nehmen uns Ella und Wayne mit. 
Beide hat man schon in den anderen Teilen kennengelernt. Und ich war sehr gespannt auf ihre Geschichte.
Ella kam mir immer sehr verletzlich vor. Durch ihre Gabe als Soul Huntress kann sie Emotionen ganz anders wahrnehmen. So verfolgen sie auch die eigenen Schuldgefühle nach dem großen Blutbad in Edinburgh bis nach Prag, wo sie versucht vor ihren Emotionen davonzulaufen. Sie hilft den Huntern dort das große Problem mit den Geistern in den Griff zu bekommen. Dadurch bleibt ihr wenig Zeit zum nachdenken.
Das klappt aber nur so lange bis Wayne auf einmal auftaucht. Zwischen den beiden hatte sich vor dem Blutbad eine Beziehung angebahnt. Ella hat Wayne nach diesem schrecklichen Tag allerdings ohne Erklärungen in Edinburgh zurückgelassen.Nun will er diese Antworten und bringt dadurch nicht nur Ellas Gefühle durcheinander.

Man erfährt wirklich sehr viel in diesem Teil. Es braucht etwas Zeit denn die Geschichte startet sehr langsam. Ich muss zugeben das es mir am Anfang sogar etwas zu langsam ging. Wenn man aber einmal an einem gewissen Punkt angekommen ist dann will man nicht mehr aufhören. 
Ella und Wayne sind ein spannendes Paar. Man erfährt was vor dem schrecklichen Blutbad passiert ist und ich finde es wirklich interessant zu erfahren wie gewisse Dinge für die unterschiedlichen Protagonisten waren. 
Beide Protagonisten haben ihr Päckchen zu tragen. Wayne wird seine Verletzung nach dem Blutbad nicht wieder los. Und das obwohl er sowohl die Gabe der Soul wie auch der Blood Hunter in sich trägt. Das macht ihm sehr zu schaffen und es dauert lange bis er das überwinden kann.
Ella trägt die Schuld an dem Tod ihres Vaters und ihres besten Freundes. Obwohl sie nichts dagegen hätte tun können, wiegen die Verluste schwer auf Ella.
Trotzdem schaffen die beiden es ein Tor in die Geisterwelt zu finden.

Es wird also spannend und ich kann sagen das es für die beiden auf wirklich spannende Reisen geht. Viele Handlungsstränge führen zusammen. Man trifft auf alte Bekannte und wird an neue Schauplätze mitgenommen. 
Insgesamt überschlugen sich die Ereignisse am Ende sehr. Das fand ich sehr schade weil dadurch gefühlt wenig Zeit blieb. Vielleicht hätte man manche Handlungen am Anfang kürzen sollen und dafür den spannenden Elementen zum Ende hin etwas mehr Raum geben. 
Trotzdem war es wieder sehr spannend. Die Liebesgeschichte von Ella und Wayne fügt sich wunderbar in die Handlung ein und ich hätte am liebsten direkt in den nächsten Band hineingelesen. Zum Gück müssen wir ja nicht mehr lange warten.

Von mir bekommt „Midnight Chronicles – Seelenband“ 4 von 5 Lesekatzen.