Rezension zu „Ein Himmel aus Gold“

Daten: 

Ein Himmel aus Gold von Laura Wood – Dragonfly Verlag – 320 Seiten – ISBN: 978-3748800095 – 18,00€ – veröffentlicht am 14. Oktober 2019

Klappentext:

Das leerstehende herrschaftliche Cardew-Haus übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die siebzehnjährige Lou aus. Immer wieder schleicht sie sich in die alte Bibliothek darin und liest – bis sie eines Tages von den Besitzern überrascht wird. Die reichen Geschwister Robert und Caitlin finden Gefallen an ihr und laden sie zu ihren rauschenden Festen ein. So betritt Lou eine ihr bislang fremde Welt voll Glamour und Cocktailpartys. Und immer mehr verfällt sie Roberts Charme. Doch kann der reiche Cardew-Spross wirklich Gefühle für sie hegen?

Meine Meinung:

Dieses Buch sticht einfach schon durch sein wunderschönes Cover ins Auge. Auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Das Flair der 20 er Jahre hat mich immer schon fasziniert und ich war sehr auf die Umsetzung gespannt.

Lou ist 17 Jahre alt und ziemlich gelangweilt von ihrem Leben in dem kleinen Dorf. In dem alten Anwesen der Cardews lässt sie ihrer Fantasie freien Lauf. 
Als auf einmal die beiden reichen Erben Robert und Caitlin in dem Anwesen auftauchen wird Lous Wunsch nach mehr Glanz und Glamour Wirklichkeit. Denn die beiden Geschwister leben im Luxus und sie bringen viel davon in das kleine Dorf. 
Lou mochte ich wirklich gerne. Sie ist lebhaft, offen und hat eine enge Bindung zu ihrer Familie. Sie ist noch jung und weiß nicht genau was das Leben für sie bereithalten wird. Gerade im Bezug auf Robert verhält sie sich oft sehr naiv. 

Die beiden Geschwister Robert und Caitlin bleiben für mich irgendwie immer Randfiguren. Obwohl sie eigentlich Protagonisten sind. 
Robert ist ein höfflicher junger Mann und immer sehr bemüht um seine Schwester. 
Caitlin hat so einige Probleme. Auch wenn sie meist froh und glücklich tut ist sie doch eigentlich sehr zerbrechlich. 

Ich hatte so sehr auf einen gewissen Flair gehofft. Der kommt am Anfang auch durchaus auf. Gerade die Partys, die Robert und Caitlin in den kleinen Ort bringen sind erstaunlich. Doch irgendwann verläuft es sich. 
Es hätte sehr viel Potenzial in dem Buch gesteckt. Denn die Charaktere bieten wirklich viel Raum für Krisen und Entwicklungen. Lou wird mit einer Welt konfrontiert, die sie sich immer erträumt hat und dann doch schnell feststellen muss das nicht immer alles Gold ist was glänzt. 

Und Robert und Caitlin die ihre eigenen Probleme haben. Sie müssen sich in einer Welt voller Intrigen bewegen und sind ja selber noch recht jung. Beide haben viel zu bewältigen. 
Und doch bleibt es oberflächlich. Es gibt Gespräche die durchaus sehr spannend waren. Aber mir fehlte irgendwie eine wirkliche Entwicklung der Charaktere. 
Der Schreibstil war leicht und flüssig. Die Zitate aus „Der große Gatsby“ haben mir sehr gefallen und haben wunderbar in die Geschichte gepasst. 

Es war ein nettes Buch für zwischendurch. Aber leider konnte ich mit Lou, Robert und Caitlin nicht mitfiebern. Einige Dinge konnte ich nachvollziehen aber es fehlte mir einfach etwas. 
Deshalb bekommt „Ein Himmel aus Gold“ 3 von 5 Lesekatzen.