Rezension zu „Chasing Dreams“

Daten:
Chasing Dreams von Julia K. Stein – Piper Verlag – 416 Seiten – ISBN: 978-3492062619 – 12,99€ – veröffentlicht am 29. Juli 2021

Klappentext:

Schon früh musste die Tänzerin Yuna lernen, mit ihrer Andersartigkeit umzugehen. Sie ist athletischer als andere Mädchen, weniger zierlich, und fühlt sich mehreren Kulturen zugehörig. Nur beim Tanzen ist sie vollkommen frei. Am Montana Arts College für künstlerisch Begabte verfolgt Yuna deshalb ihren Traum vom klassischen Ballett – ihre modernen Choreografien behält sie vorerst für sich. Im Campuscafé lernt sie den verschlossenen Barista Miles kennen, der sofort von Yunas Ausstrahlung, ihren kontrollierten, eleganten Bewegungen fasziniert ist. Beide sind auf ihre Weise Außenseiter, denn Miles hat jahrelang unter dem Pflegesystem gelitten, seine Gefühle in Bildern verarbeitet. Miteinander können sie endlich sie selbst sein. Wäre da nicht Milesʼ Vergangenheit, die sie einzuholen droht.

Meine Meinung:

Ich war wirklich sehr gespannt auf diese Reihe. Ein Art College und dazu eine cozy Gegend. Für mich eine tolle Kombination.

In diesem Teil geht es um Yuna und Miles.
Yuna tanzt schon seit sie ein Kind ist. Sie ist sehr ehrgeizig und auch Yunas Familie hat auf viel verzichtet um ihr den Traum vom Tanz ermöglichen zu können. 
Aufgrund einer Erkrankung kann Yuna verspätet mit der Ausbildung am Montana Arts College starten. Sie möchte ihr Stipendium nutzen um ihre Fitness wieder aufzubauen. 
Yuna ist ein ruhiger und etwas verschlossener Charakter. Durch ihre Erfahrungen beim Ballett fällt es ihr nicht immer leicht sich so anzunehmen wie sie ist. Im Laufe der Geschichte lernt sie sich selber besser kennen, durchaus auch mit der Hilfe von Miles. Sie wird offener und kann für sich einstehen. 
Was mich sehr beeindruckt hat, ist wie diszipliniert sie nach der Erkrankung ist. Egal ob es darum geht wieder an ihre alten Leistungen anzuknüpfen oder auf ihre Ernährung zu achten.

Miles ist eher zufällig in Montana gelandet. Er lebt auf der Magnolia Ranch, hilft dort aus und wenn es seine Zeit zulässt, malt er wunderschöne Bilder. Außerdem arbeitet er im Cafe am Montana Arts College. Dort hat er schon einige Blicke der Studierenden auf sich gezogen.
Auch Miles hat so einige Dinge zu meistern. Seine Vergangenheit ist alles andere als leicht. Aber er ist nicht der typische Bad Boy. Im Gegenteil. Seine Gutherzigkeit war wirklich ein kleines Highlight in der Geschichte. 
Miles ist oft sehr streng zu sich selber. Durch seine Erlebnisse in der Vergangenheit, fällt es ihm nicht leicht Hilfe anzunehmen. Dadurch steht er sich meist selber im Weg. Aber er arbeitet im Verlauf der Handlung sehr an sich. 

Für mich ist dies kein typischer Liebesroman. Denn so viel kann ich schon sagen, es ist mir nicht immer leicht gefallen zu verstehen woher die Gefühle zwischen Miles und Yuna kommen. Yuna ist eher in sich gekehrt und verschlossen. Auch dem Leser gegenüber. Durch Miles erfahren wir zwar mehr aber auch er ist eher ein ruhiger Protagonist. 
Trotzdem hat die Reise der beiden wirklich viel Freude gemacht beim Lesen. Wir lernen viel über das Studieren an diesem besonderen College. 
Auch wenn ich selber nicht tanze, finde ich es extrem spannend, wenn Yuna davon berichtet. 

Es ist eine ruhige Reise, die dennoch nie langweilig ist. Es geht auf eine gefühlvolle und durchaus auch humorvolle Art darum für seine Leidenschaft einzustehen. Seinen Weg zu finden und mutig zu sein. 
Dafür braucht es auch kein großes Drama. Das mochte ich hier sehr. Miles und Yuna machen kein Geheimnis um ihre Probleme. Sie reden darüber und versuchen Wege des Umgangs damit zu finden. Das macht das Geschehene ja nicht klein aber realistisch.

Insgesamt hat mir der erste Teil der Montana Arts Reihe wirklich gut gefallen. Es ist ein tolles Setting mit einer ruhigen Handlung und authentischen Charakteren. 
Deshalb bekommt „Chasing Dreams“ von mir 4 von 5 Lesekatzen.