Rezension zu „Broken Darkness. So gefährlich“


Daten: 

Broken Darkness. So gefährlich von M. O´Keefe – Kyss by Rowohlt – 464 Seiten – ISBN: 978-3499275425 – 12,99€ – veröffentlicht am 26. März 2019

Klappentext:

Joan hat nur ein Ziel: ihre Schwester aus den Händen eines tödlichen Kults zu befreien. Dazu wird sie alles tun, was nötig ist: Lügen. Betrügen. Oder jemanden entführen. Wie Max, den gefährlich attraktiven Anführer eines Motorradclubs. Der Deal ist im Grunde ganz simpel: Er findet durch seine Unterweltverbindungen heraus, wo der Kult seinen Unterschlupf hat, sie lässt ihn frei. Doch tatsächlich ist nichts daran einfach. Max weigert sich, ihr zu helfen. Joan weigert sich, aufzugeben. Und so entspinnt sich zwischen den beiden ein sinnlich-dunkles Machtspiel …

Meine Meinung:

Schon in den ersten beiden Teilen dieser Reihe trifft man auf Joan und Max. In der Geschichze von Annie und Dylan war ich mir noch sehr unsicher wie ich Joans und Max Geschichte finden werde. 
Die beiden sind wirklich ganz anders. Vor allem Joan. Und genau das finde ich gut. Denn es ist nicht irgendein Abklatsch der ersten beiden Teile sondern wirklich eine tiefgreifende Story die tatsächlich sogar noch einige Dinge aus den ersten beiden Teilen in einem ganz anderen Licht dastehen lässt.

Joan ist ein sehr verschlossener Mensch. Sie hat gelernt auf sich allein gestellt zu sein und das eigentlich nie etwas Positives passiert. Dadurch isoliert sie sich von den Menschen und wird zum Einzelkämpfer. 
Sie hat als Stripperin gearbeitet, doch eigentlich verfolgt sie ein ganz bestimmtes Ziel. Und dafür muss sie dem MC von Max so nah wie möglich sein.
 Allerdings führen ihre manchmal unbedachten Handlungen zu einem ordentlichen Chaos, so das sie sich auf einmal mit einem angeschossenen Anführer des MC´s auf der Rückbank wiederfindet.

Max wirkte in den ersten beiden Teilen wie ein typisches Arschloch. Sehr Ich-bezogen, kühl, ein wenig arrogant aber auch ein wenig müde von dem Leben welches er gewählt hat. 
Hier darf man als Leser in seine Gedanken eintauchen und die sind durchaus sehr spannend. Auch Max handelt nicht immer sehr schlau aber selten handelt er für sich so. Denn eigentlich will er die Menschen um sich herum und vor allem seinen Bruder Dylan vor dem MC und dem kriminellen Leben beschützen. 

Beide Charaktere umgibt sehr viel Dunkelheit. Man taucht als Leser in eine ganz andere Welt ein. In den ersten beiden Teilen hatte man mit Annie eine Person die zwar auch immer mal in diese Dunkelheit eintaucht, die aber eigentlich viel Licht umgibt.
Diese Dunkelheit von Joan und Max ist unglaublich spannend. Man erlebt wie diese Dunkelheit immer wieder kleine Risse bekommt, doch beiden gelingt es nicht wirklich daraus hervorzukommen. Denn beide haben so unglaublich viel erlebt und immer wieder gemerkt das sie sich nur auf sich selbst verlassen können.

Es gibt hier wenig andere Charaktere denn Max und Joan sind relativ isoliert in ihrer Situation. Aber so ist der Fokus ganz klar auf die beiden gerichtet. Es gibt spannende Dialoge und immer wieder auch prickelnde Szenen die ebenfalls düster sind.

Dem Schreibstil vom M. O´Keefe bin ich ja schon im ersten Teil verfallen. Sie hat eine unglaublich intensive Art zu schreiben. Sie schafft es Spannung aufzubauen ohne das es übertrieben wird. Sie lässt den Leser in eine ganz andere Welt eintauchen und schafft es das man mit den Protagonisten mitfiebert aber auch einige Male schmunzeln muss und natürlich das man diese Anziehung zwischen Max und Joan spürt. 

Mir hat es unglaublich gut gefallen. Für Einige mag das ganze etwas vorhersehbar sein. Das ist es auch, keine Frage. Aber mich hat es nicht gestört denn die Charaktere ziehen einen so in den Bann das es trotzdem unglaublich spannend ist. 
Für mich ist der dritte Band der Broken Darkness Reihe bis jetzt der Stärkste. Ich bin sehr gespannt wie es im vierten und damit leider schon letzten Teil mit Tiffany und Blake weitergehen wird.

Von mir bekommt „Broken Darkness. So gefährlich“ 5 von 5 Lesekatzen.