Rezension zu „Blue – Wo immer du mich findest“


Daten:

Blue – Wo immer du mich findest von Nikola Hotel – Kyss by Rowohlt – 432 Seiten – ISBN: 978-3499005770 – 12,99€ – veröffentlicht am 14. Dezember 2021

Klappentext:

Jane ist allein. Weil ihre Mutter plötzlich gestorben ist. Weil ihr Bruder sie belogen hat. Und weil es ein Geheimnis gibt, von dem niemand erfahren darf. Da sie momentan nicht nach Hause will, schläft sie heimlich in dem Diner, in dem sie arbeitet. Zumindest lenkt der Job sie ab. Vor allem wenn Alex da ist. Alex, der arrogant, ironisch und aufbrausend ist. Und der sie trotzdem fasziniert. Denn nach und nach fällt ihr auf, dass der gutaussehende Politikstudent nur in bestimmten Situationen so bissig reagiert. Er scheint andere Menschen mit Absicht auf Distanz zu halten. Und als Jane den Grund dafür erfährt, bricht ihr das Herz …

Meine Meinung:

Nach dem unglaublich starken ersten Teil der Reihe, war ich sehr gespannt, wie mir Blue gefallen wird. 
Vorab muss ich sagen, dass mir das Cover wieder ausgesprochen gut gefällt. Es passt perfekt zur Geschichte und ist auch von Innen toll gestaltet. Man merkt wie viel Liebe der Kyss Verlag in seine Bücher steckt. 

In diesem Teil geht es um Jane und Alex. 
Jane hat man schon im ersten Teil „Ever – Wann immer du mich berührst“ kennengelernt. Sie ist die Schwester des Protagonisten David und ich mochte sie auch dort schon. Obwohl Jane schon wirklich viel mitmachen musste, ist sie eine freundliche Person. 
Der Tod ihrer Mutter und die Lügen ihres Bruders haben sie aber sehr verletzt und bringen sie ein wenig ins Straucheln.
Trotzdem kämpft sie für ihre Zukunft. Das hat mich sehr beeindruckt. Denn sie macht es auf eine so ehrliche und sympathische Weise. 
Jane ist ein sehr schlagfertiger und ehrlicher Mensch. Es gab so einige Szenen in denen sie mir ein Lachen entlockt hat.

Alex ist ein sehr vielschichtiger junger Mann. Im ersten Moment wirkt er etwas arrogant, man merkt aber schnell, dass es eine Maske ist.
Auch Alex musste sehr viel mitmachen in seinem jungen Leben. Das begleitet ihn auch heute noch und so ist er in vielen Situationen überfordert und unsicher. Das führt dazu das er oft sehr ironische Dinge äußert, die Menschen verletzen obwohl er das gar nicht will. So geraten er und Jane auch oft aneinander. 

Die Geschichte der beiden ist eine eher Ruhige. Jane und Alex nähern sich sehr langsam an. Dadurch das beide einige Dinge zu verarbeiten haben, wird ihnen hier auch viel Raum dafür gegeben. Das hat mir sehr gut gefallen.
Nikola Hotel hat ein Händchen dafür auch so schwere Themen immer wieder mit lustigen Szenen aufzulockern. So werden die Bücher trotz der teilweise sehr ernsten Themen zu absoluten Wohlfühlgeschichten.

Manchmal hat mir allerdings ein wenig der Funke zwischen Alex und Jane gefehlt. Auf der einen Seite brauchten sie ihre Zeit aber die plötzlich ändernden Gefühle waren dann doch sehr überraschend. 
Und als die beiden sich dann nähergekommen sind, fehlte mir noch ein wenig die Aufarbeitung der Vergangenheit. Dafür das es teilweise so ernste Themen sind, ging das sehr schnell.
Trotzdem ist es meckern auf hohem Niveau. Insgesamt habe ich mich in diesem Buch sehr wohlgefühlt. Beide Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe sehr mit den beiden gelitten.
Außerdem war es schön auch noch ein paar Charaktere aus den anderen Büchern von Nikola wiederzusehen. 

Auf jeden Fall ein gelungener Abschluss dieser Dilogie und ich würde mich freuen auch Jane und Alex als kleine Easter Eggs noch einmal in einer zukünftigen Geschichte erleben zu dürfen.

„Blue – Wo immer du mich findest“ bekommt von mir 4 von 5 Lesekatzen.