Das Thema Castingshows


In dem neuen Buch von Sophie Fawn „Rhythm and Love – Nele und Kevin“ spielt eine Castingshow eine große Rolle. 
Der Protagonist Kevin wird als Juror ausgewählt und soll in Amerika dabei helfen eine Band zusammenzustellen. Er selber ist Gitarrist und soll während der Show den passenden Part für die Band finden. Doch halten Castingsshows wirklich das was sie versprechen?

Castingsshows erfreuen sich ja auch in Deutschland immer noch großer Beliebtheit. Vielleicht haben sie heute nicht mehr ganz so viele Zuschauer wie vor 5 Jahren aber dennoch schalten die Zuschauer regelmäßig ein. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Formate. Es werden nicht nur Sänger gesucht, sondern auch Models, Designer oder andere Talente. Doch geht es dabei wirklich immer um Talent? 

In erster Linie sollen diese Shows unterhalten. Und da hat jede Show ihre eigene Art dies zu tun. Es gibt Sendungen die setzen dabei wirklich auch qualitativ gute Sänger. Es gibt schon eine Vorauswahl und eigentlich können dort quasi alle Teilnehmer auch singen. Dann gibt es Sendungen wo auch gerne mal Leute gesucht werden, die kein Problem damit haben sich vor der Kamera lächerlich zu machen. Dabei hagelt es dann meistens fiese Sprüche von den Juroren und die Zuschauer vor dem Fernseher unterhalten sich hervorragend. Diese Sprüche sind meist gescript und extra so ausgelegt um die Zuschauer zu unterhalten. Alles auf Kosten der Kandidaten. Ob diese das immer vorher so genau abschätzen können was sie erwartet sei mal dahingestellt.

In Castingshows wo zum Beispiel Models gesucht werden wird alles auf den Körper reduziert. Die wirklich schon sehr schlanken Mädchen und Frauen werden offen für „Fehler“ an ihrem Körper kritisiert. Das kann gerade bei jungen Zuschauern ein völlig falsches Bild hervorrufen. Und auch bei den teilweise noch recht jungen Teilnehmern kann es durchaus dazu führen das sie noch extremer an ihrem Körper arbeiten. Sei es durch Diät, Sport oder auch Schönheitsoperationen. 

Natürlich sind Castingsshows nicht automatisch schlecht. Manche gehen durchaus respektvoll mit den Kandidaten um. Doch oft stehen die Juroren eher im Mittelpunkt und ob der gewünschte Erfolg wirklich für die Kanditen eintrifft bleibt eher unwahrscheinlich. Denn meistens ist der Erfolg mit dem Ende der Sendung auch schon wieder vorbei und man hört nicht mehr viel von den Kandidaten. Oder sie tauchen später noch einmal in noch fragwürdigeren Sendungen auf. 

Erwähnt werden sollte wohl auch das die Teilnehmer Verträge unterschreiben müssen wo sie das Recht an ihren eigenen Bildern abtreten. Was so viel heißt wie das der Sender die Aufnahmen ganz nach den eigenen Wünschen zusammenschneiden darf. So können Situationen verfälscht und in einem ganz anderen Licht dargestellt werden. 

Man sollte sich also wirklich gut überlegen ob man als Kandidat an so einer Sendung teilnehmen möchte. Der Erfolg ist meist nur von kurzer Dauer auch wenn man an eine Sendung gerät die wirkliche Talente zeigt. Außerdem hat man immer mit einem gewissen Stempel zu kämpfen. 
Aber auch als Juror sollte man sich gut überlegen ob und wenn ja an welcher Sendung man teilnehmen möchte. Denn egal wie gut man ist und wie erfolgreich man vorher war, es kann die Karriere durchaus negativ beeinflussen. Denn in erster Linie sind Castingsshows dafür da die Zuschauer zu unterhalten und den Fernsehsendern Geld einzuspielen. Das Talent spielt da eine eher kleine Rolle. 

Einen Einblick in die Rolle als Juror von Protagonist Kevin gibt es Sophie Fawn Roman „Rhythm and Love – Nele und Kevin“.