Rezension zu „Wie die Erde um die Sonne“

Daten:

Wie die Erde um die Sonne von Brittainy C. Cherry – Lyx Verlag – 336 Seiten – ISBN: 978-3736305700 – 12,90€ – veröffentlicht am 27. Juli 2018

Klappentext:

Eine Liebe wie nicht von dieser Welt

Graham und ich waren nicht füreinander bestimmt.

Und doch hatten wir zusammen unsere höchsten Höhen erreicht, und waren zusammen in die tiefsten Tiefen hinabgestürzt. Seine Luft war zu meinem Atem geworden, sein Boden war meine Erde. Die Flammen seines Herzens waren mein Feuer und seine Tränen mein Wasser.

Sein Geist wurde zu meiner Seele.

Und dennoch war nun der Moment gekommen, Abschied zu nehmen.

Meine Meinung:

Was habe ich mich auf den letzten Teil der Romance Elements Reihe gefreut. Der Klappentext versprach wieder eine sehr aufwühlende Geschichte und ich war neugierig ob diese als Abschluss passend ist.
In diesem Buch geht es um Lucy und Graham.

Lucy ist so ein positiver und fröhlicher Mensch. Ich fand sie unglaublich beeindruckend. Egal welches Schicksal sich ihr in den Weg stellt, sie verliert nie das Positive aus den Augen. Sie lässt all ihre Emotionen zu. Egal ob es Trauer oder Freude ist. Ich glaube uns allen fällt es wesentlich leichter Freude zuzulassen. Sobald negative Gedanken oder Traurigkeit aufkommen versuchen wir diese an die Seite zu schieben. Deshalb hat mich diese Eigenart an Lucy wirklich begeistert.
Sie wirkt nach außen hin sehr flippig und ist eine quirlige Person. Sie glaub immer an das Gute im Menschen. 

Graham ist ein wirklich sehr extremer Kontrast. Er ist sehr verschlossen und kühl und wirkt zeitweise sehr arrogant und überheblich. Eigentlich finde ich solche Charaktere spannend aber hier hat es Graham wirklich schwer gemacht. Es hat lange gedauert bis ich einen Zugang zu ihm gefunden habe. Denn er behandelt vor allem Lucy nicht immer sehr nett.
Doch er hatte eine sehr schwierige Kindheit und ist selber sehr oft verletzt worden. Deshalb hat er sich so abgeschottet das er inzwischen in einer komplett lieblosen Welt lebt. Auch die Ehe mit seiner Frau ist eher eine Zweckgemeinschaft als eine liebevolle Ehe. 

Lucy und Graham treffen zufällig aufeinander und machen direkt eine schockierende gemeinsame Entdeckung. Als Graham dann auch noch nach der viel zu frühen Geburt seiner Tochter Talon von seiner Frau verlassen wird steht er plötzlich ganz alleine da. Nur Lucy steht ihm und der kleine Talon immer zur Seite. Egal wie sehr Graham Lucy wieder vor den Kopf stößt. Sie lässt sich nicht unterkriegen und versucht mit allen Mitteln den beiden beizustehen. 

An sich ist es eine fast schon typische Handlung in einem Romance Buch. Doch Brittainy C. Cherry hat einfach eine ganz besondere Art solche Handlungen zu etwas Einzigartigen zu machen. Der Schreibstil ist sehr emotional und stellenweise fast schon poetisch. 
Die Reise von Graham und Lucy hat mir sehr gut gefallen.

Ich fand diesen Teil im Vergleich zu den anderen drei Teilen nicht ganz so emotional. Die Liebesgeschichte war für mich nicht ganz so stark greifbar. Hier ging es für mich eher um das Erwachen aus der Gefühlsstarre. Die Liebesgeschichte zwischen Lucy und Graham hat da einen etwas kleineren Stellenwert bekommen. Das fand ich manchmal etwas schade.

Trotzdem war es eine tolle Geschichte und auch ein absolut würdiges Ende. Für mich war es nur einfach ein kleines bisschen schwächer als die restlichen Teile. Deshalb gebe ich „Wie die Erde um die Sonne“ gerne 4 von 5 Lesekatzen.