Rezension zu „Never Loved Before“

Daten:

Never Loved before von Monica Murphy – Heyne Verlag – 512 Seiten – ISBN: 978-3453580657 – 9,99€ – veröffentlicht am 11. Juni 2018

Klappentext:

Ich habe mein Leben für sie riskiert, darf mich aber nicht zu erkennen geben …

Vor langer Zeit, als ich fünfzehn und eine komplett andere Person war, habe ich einem Mädchen das Leben gerettet. Ich habe nur ein paar Stunden mit ihr verbracht, aber irgendwie entstand eine Verbindung – und seitdem war ich nicht mehr derselbe. Niemand versteht, was wir durchgemacht haben. Niemand weiß, was es bedeutet, wir zu sein. Wir haben überlebt, aber ich fühle mich nicht, als ob ich richtig leben würde – bis jetzt. Acht Jahre später habe ich sie gefunden. Ich will, dass sie zu mir gehört. Aber sie wird mich für immer hassen, wenn sie herausfindet, wer ich wirklich bin.

Meine Meinung:

Ich hatte mich wirklich auf dieses Buch gefreut. Das Cover ist wahnsinnig schön und der Klappentext klingt unglaublich interessant. Als ich dann aber anfing zu lesen war ich doch mehr als überrascht über die Handlung dieses Buches. Denn die hatte ich so wirklich nicht erwartet.

Katherine wurde als 12-jährige entführt und vergewaltigt. Durch den Sohn des Entführers konnte sie gerettet werden. Heute 8 Jahre später kämpft sie immer noch mit den Folgen dieser Tat. Es fällt ihr schwer Nähe zuzulassen, an eine Beziehung ist nicht zu denken.

Ethan/Will ist der Sohn des Entführers. Er hat sich entschieden seinen Namen in Ethan zu ändern damit er mit der Vergangenheit seines Vater abschließen kann. So einfach ist das aber leider nicht. Und vor allem Katherine geht ihm nicht aus dem Kopf. Und als diese nach 8 Jahren in einem Interview von den Ereignissen erzählt, sucht Ethan den Kontakt zu Katherine.

Ich bin sehr zwiegespalten was die Charaktere angeht. Katherine musste als Kind wirklich viel durchmachen. Von daher kann ich verstehen das sie auch noch 8 Jahre später Probleme hat Menschen zu vertrauen. Aber wenn man einmal von ihrer Vergangenheit absieht wirkt sie auf mich als Charakter eher blass und naiv. Es wirkt irgendwie auch wenig glaubhaft das sie nicht einmal die Nähe ihrer Eltern ertragen kann aber bei Ethan kaum Probleme hat obwohl sie ihn kaum kennt.

Und bei Ethan hätte ich im Verlauf der Geschichte irgendwann wirklich am liebsten die Kapitel übersprungen. Natürlich ist es verständlich das er gerne Kontakt zu Katherine möchte und das er sich fragt wie es ihr geht. Allerdings entwickelt sich das für mich in eine eher krankhafte Richtung. Für mich wirkt er eher wie ein Stalker. Auch wenn er zu ihr direkt sehr liebevoll ist. Trotzdem belügt er sie und erzählt Katherine nicht wer er wirklich ist.

Die Thematik dieser Geschichte ist wirklich keine leichte. Trotzdem hätte sie spannend und sehr emotional sein können. Aber für mich haben die Handlungen von Ethan und auch die Reaktionen von Katherine sehr viel kaputt gemacht. Für mich passte das Setting einfach nicht für eine Liebesgeschichte. Und ich denke auch nicht, dass ich den zweiten Teil noch lesen möchte.
Deshalb gibt es von mir leider nur 2 von 5 Lesekatzen.