Rezension zu „Der Thron der Wölfe“

Daten:

Der Thron der Wölfe von Kiera Brennan – Blanvalet Verlag – 768 Seiten – ISBN: 978-3764505837 – 19,99€ – veröffentlicht am 16. Oktober 2017

Klappentext:

Die Grüne Insel ist vom Krieg gezeichnet: König Henry Plantagenet und seine Normannen sind in Irland eingefallen und tränken die Erde mit Blut. Einzig im Nordwesten der Insel regt sich Widerstand. Die berüchtigten Ritter des Roten Zweiges begehren gegen die Invasoren auf. Zu ihnen stößt der junge Tuan, der als Sohn eines Goldschmieds zwar wenig kampferprobt ist, in Ascall von Toora, dem Anführer der Rebellen, aber einen mächtigen Beschützer findet. Tuan muss seine Treue bald beweisen, denn als Ascall in Gefangenschaft gerät, obliegt es ihm, dessen Geliebte Róisín und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Unterdessen stellt sich Ascall seinem schlimmsten Feind – den eigenen Dämonen …

Meine Meinung:

Es ist schon eine Weile her das ich den ersten Teil dieser tollen Reihe gelesen habe. Damals war ich begeistert von dem Cover und von der Tatsache das die Handlung in Irland spielt. Denn auch wenn ich schon einige Historische Romane gelesen habe, über Irland hatte ich bis dahin tatsächlich noch nichts gelesen.

Die Handlung in „Der Thron der Wölfe“ schließt direkt an „Die Herren der grünen Insel“ an. Man sollte also auf jeden Fall Teil eins gelesen haben. Denn die Handlung ist wirklich sehr vielschichtig. Auch wenn es immer wieder mal kleine Rückblenden gibt für das Verständnis braucht es auf jeden Fall den ersten Teil.
Die Geschichte wird wieder aus der Sicht von verschiedenen Protagonisten erzählt. So hat man während der kompletten Handlung eine Sicht auf alle Perspektiven. Das finde ich wieder sehr gelungen. Es ist Kiera Brennan wirklich durch ihre Schriftart gelungen das die Protagonisten komplett unterschiedlich und glaubhaft klingen.

Man trifft auf alte Bekannte wie Ascall von Toora und Ròisìn aber auch neue Charaktere werden eingeführt wie der Goldschmied Tuan.
Die Charaktere gefallen mir wirklich gut. Kiera Brennan schafft es kein klassisches schwarz-weiß Chema zu erschaffen. Alle Charaktere sind unglaublich vielschichtig. Die haben fast alle eigene Dämonen die sie bekämpfen müssen und sind nie durchweg nur gut oder böse.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft aber wirkt nie künstlich in die Länge gezogen. Ich habe das Buch wirklich verschlungen und hatte zu keiner Zeit das Gefühl das es langweilig wird.
Auch die Mischung aus Fiktion und geschichtlichen Fakten hat mich begeistert.
Es war wirklich eine sehr brutale Zeit und die Handlung ist auf keinen Fall etwas für sensible Gemüter. Mord und Schändung waren an der Tagesordnung und wenn man kein Dach über dem Kopf hatte dann erfror oder verhungerte man.
Aber es gibt auch Momente in denen die Protagonisten und der Leser etwas aufatmen können und die durchaus schön sind. So wird an den richtigen Stellen die schwere genommen und man ist bereit für die nächsten Schritte.

Für mich ist „Der Thron der Wölfe“ wirklich eine Fortsetzung, die sich mit dem ersten Teil messen kann. Ich wurde in eine wunderschöne Landschaft mitgenommen die hart umkämpft wird. Es gibt spannende Charaktere die für mich als Leser extrem greifbar sind und teilweise wirklich tolle Entwicklungen durchmachen. Ich bin einfach wieder einmal begeistert.
Deshalb bekommt „Der Thron der Wölfe“ von mir auch 5 von 5 Lesekatzen.