Rezension zu „Du bist mein Verlangen“

Daten:

Du bist mein Verlangen von Alexa Riley – Mira Taschenbuch – 400 Seiten – ISBN: 978-3956498145 – 9,99€ – veröffentlicht am 02. Mai 2018

Klappentext:

Fünf Jahre lang hat Miles sie aus der Ferne beobachtet, denn noch war ihre gemeinsame Zeit nicht gekommen. Heimlich hat er alles unternommen, um ihre Wünsche wahr werden zu lassen. Alles ist auf den perfekten Moment ausgerichtet – auf den Moment, in dem er in Mallorys Leben treten kann. Doch schon bei der ersten Begegnung kann er seine Gefühle nicht länger unterdrücken. Was, wenn er Mallory für immer verliert?

Meine Meinung:

Mich hat der Titel und der Klappentext des Buches sehr neugierig gemacht. Eigentlich ist es ein Thema dem ich sehr kritisch gegenüberstehe aber ich hatte die Hoffnung das die ganze Story das irgendwie gut und logisch auflöst.

Erst einmal zu den Charakteren. Mallory hat keine Eltern und ist in einem Waisenhaus aufgewachsen. Sie hat sich immer durchgeschlagen und hat viel dafür getan um einen guten Job zu bekommen und erfolgreich zu sein. Direkt nach ihrem sehr erfolgreichen Collegeabschluss beginnt sie ein Praktikum in einer der renommiertesten Firmen in New York.
Mallory ist sehr zielstrebig und gewissenhaft. Trotz ihrer harten Vergangenheit ist sie ein sehr lebensfroher Mensch.
Ihre beste Freundin Paige weicht ihr seid dem Studium nicht mehr von der Seite und gemeinsam haben sie beschlossen nach dem Studium nach New York zu gehen.

Miles wirkt nach außen hin äußerst kühl und unberechenbar. Für ihn zählt nur die Firma und der Erfolg. Allerdings ist er auch quasi besessen von Mallory. Seit er sie vor 5 Jahren gesehen hat, hat er es sich zur Aufgabe gemacht für sie zu sorgen ohne das sie davon weiß. Als sie endlich in seiner Nähe ist kann er dem nicht wiederstehen und sucht ihren Kontakt. In ihrer Gegenwart ist er ein anderer Mensch. Mallory gegenüber ist er immer einfühlsam und aufmerksam.

Die Konstellation ist für mich schon eine sehr schwierige. Wie gesagt ich hatte wirklich gehofft das die Story sich angenehm auflöst. Leider ist das nicht der Fall. Und ich muss leider auch sagen, dass ich nicht verstehe wie man so einer Handlung so gute Bewertungen geben kann.
Ich lese auch gerne Storys mit Bad Boys die sich manchmal danebenbenehmen und nicht immer nett der Protagonistin gegenüber sind. Aber das hier ist einfach ein absolut krankes Verhalten was für mich einfach niemals Realität sein sollte und was auch nichts mit Lovestory zu tun hat.
Miles bestimmt über 5 Jahre hinweg das Leben von Mallory. Er lenkt alles genau so, dass sie am Ende bei ihm landet. Und auch wenn die beiden sich kennen lenkt er alles und sieht absolut nicht das sein Verhalten falsch war.

Für mich ist die Beziehung der beiden krankhaft. Mallory war zu Beginn der Story eine starke Protagonistin, die ich wirklich sympathisch fand. Im Verlauf hat sie sich immer abhängiger von Miles gemacht und ihre Selbständigkeit quasi aufgegeben. Für mich ist das nicht das wofür eine Beziehung in der heutigen Zeit stehen sollte.

Auch das Sexualleben der beiden finde ich bedenklich. Nach so einer extrem kurzen Zeit (eine Woche) ungeschützten Sex miteinander zu haben. Sowohl auf Kondom wie auch auf die Pille wird komplett verzichtet. Also nach so einer kurzen Zeit kann ich doch nicht der Person glauben wenn sie sagt das sie gesund ist. Und mir kann es doch nicht egal sein ob ich schwanger werde oder nicht. Noch schlimmer, ich kann mir das doch nicht wünschen, weil ich die Person so sehr liebe. Nach einer Woche!! Das ist für mich absolut fern der Realität und hat mich wirklich schockiert.
Auch das Miles krankhaftes Verhalten einfach so hingenommen wird. Er macht ein paar nette Dinge und zack wird ihm verziehen. Ich finde das wirft einfach ein ganz falsches Bild auf das Thema Stalking.

Wie gesagt ich muss es nicht immer total realistisch haben. Es darf auch gerne mal etwas verworren sein und die Bad Boys auch wirklich nicht immer nett aber dieses Buch hat mich dann doch etwas schockiert zurückgelassen.
Genau wie die vielen positiven Bewertungen. Denn romantisch ist daran für mich wirklich nichts.
Deshalb ist es leider das erste Mal, dass ich wirklich nur 1 Lesekatze vergebe. Aber ich kann diesem Buch leider wirklich nichts Positives abgewinnen.