Rezension zu „Vicious Love“

Daten:

Vicious Love (Sinner of Saint, Band 1) von L.J. Shen – Lyx Verlag – 448 Seiten – ISBN 978-3736306865 – 12,90€ – veröffentlicht am 27. April 2018

Klappentext:

Emilia LeBlanc traut ihren Augen nicht, als sie nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder Baron „Vicious“ Spencer gegenübersteht. Vicious, der ihr das Leben einst zur Hölle gemacht hat. Vicious, der nie nett, immer furchtbar zu ihr war. Vicious, der sie ans andere Ende der USA und weg von ihrer Familie getrieben hat. Vicious, der einzige Mann, den sie je geliebt hat.

Inzwischen ist er ein erfolgreicher Anwalt und leitet mit seinen drei besten Freunden ein Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen. Emilia, die es kaum schafft, sich und ihre kranke Schwester über die Runden zu bringen, weiß, dass Vicious der letzte Mann ist, den sie jetzt in ihrem Leben gebrauchen kann. Und doch kann sie sich wie damals schon einfach nicht von ihm fernhalten –

Meine Meinung:

Die neue Sinner of Saint Reihe von L.J Shen ist ja bereits im Vorfeld sehr gehyped worden. Ich muss sagen, dass vor allem das Cover mich neugierig gemacht hat. Schlicht und edel.
Die Geschichte von Emilia und Viscious ist eine eher raue Story meiner Meinung nach. Die Kontraste zwischen den beiden sind von der ersten Seite an spürbar.

Emilia wächst sehr bescheiden auf. Ihre Eltern sind Haushälter und als sie ihren neuen Job bei der Familie Spencer  antreten ändert sich für Emilia so einiges.
Von Anfang an bekommt sie von der Oberschicht an ihrer Schule zu spüren das sie nicht gleichwertig ist. Obwohl sie eher zart und zurückhaltend wirkt hat sie auch eine Menge Energie und kämpft sich durch die täglichen Katastrophen. Vor allem für ihre kranke Schwester will sie stark sein und ihren Eltern dabei helfen finanziell etwas besser dazustehen.

Baron Spencer, von allen Vicious genannt steht mit seinen Freunden im Mittelpunkt an der Schule. Seine Familie gehört zu einer der reichsten des Landes und zumindest finanziell hat Vicious keine Probleme. Er nutzt seine Stellung gerne aus und wirkt auf andere Menschen sehr hart und abweisend. Vor allem zu Emilia ist er oft sehr ungerecht und quält sie häufig psychisch.
Dabei kann er auch sehr charismatisch sein wenn er das möchte. Allerdings nutzt er auch das oft aus um seinen Willen durchzusetzen.

Die Handlung in diesem Buch hat es wirklich in sich. Vor allem um mit Vicious warm zu werden habe ich eine ganze Weile gebraucht. Er ist wirklich so gemein zu Emilia das ich manchmal wirklich dachte wie kann man da noch Gefühle aufbauen. Aber er hat auch die ganze Zeit etwas sehr faszinierendes an sich. Man spürt schon das unter der Oberfläche so einiges brodelt und an vielen Stellen konnte ich Emilia dann auch wieder verstehen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Eine erfrischende Erzählweise und trotz der manchmal sehr harten Stellen im Buch gibt es auch einige sehr gefühlvolle Stellen. Dieser Kontrast hat mir gut gefallen denn so kommt man langsam auch Vicious etwas näher.

Für mich war es ein gelungener Start in diese Reihe. Natürlich wird hier mit einigen Klischees gespielt aber ich denke das kann man auch schon anhand des Klappentextes vermuten. Trotzdem war diese Story anders und hat sich an vielen Stellen abgehoben.
Ich freue mich schon sehr auf die anderen Geschichten rund um Viscious Freunde.
Von mir bekommt „Vicious Love“ 4 von 5 Lesekatzen.