Rezension zu „Das tiefe Blau der Worte“

Daten:

Das tiefe Blau der Worte von Cath Crowley – Carlsen Verlag – 400 Seiten – ISBN 978-3551583727 – 17,99€ – veröffentlicht am 21. März 2018

Klappentext:

Rachel und Henry waren mal beste Freunde und verbrachten Tage und Nächte in der gemütlichen Buchhandlung von Henrys Familie. Bis Rachel aus der Stadt wegzog und Henry einen Liebesbrief hinterließ – während Henry mit Amy unterwegs war. Nun ist Rachel zurück und arbeitet wieder in der Buchhandlung, zusammen mit Henry, den sie am liebsten nie wiedersehen würde. Und während sich im Laden Dramen ereignen und Liebespaare finden, geben sie einander wieder Halt in einer Welt, in der es zum Glück Bücher gibt. Und Worte. Und eine zweite Chance.

Meine Meinung:

Auf das Buch aufmerksam bin ich durch eine Freundin geworden. Der Klappentext klang wirklich interessant und deshalb war ich wirklich gespannt auf dieses Buch.

Die Geschichte ist wirklich sehr emotional und die Charaktere wirklich toll beschrieben. Rachel hat nach dem Tod ihres Bruders den Lebensmut verloren. Eigentlich war sie immer eine sehr aufgeweckte Person doch es fällt ihr schwer in ein normales Leben zu finden. Sie ist sehr verschlossen was ihre Gefühle angeht und so weiß eigentlich niemand wie es ihr wirklich geht.
Als sie nach 3 Jahren wieder zurückzieht und auf Henry trifft, merkt man das sie immer noch verletzt ist. Denn bis heute hat Henry nicht auf ihren Liebesbrief reagiert.

Henry  ist ein Träumer. Er ist poetisch und es fällt ihm schwer die Realität zu sehen. So merkt er auch nicht was seine große Liebe Amy eigentlich für ein Mensch ist und wie sie ihn behandelt. Und so rennt er ihr immer weiter hinterher.
Henrys Vater besitzt einen Buchladen für gebrauchte Bücher. In diesem wundervollen Laden gibt es eine Abteilung mit Büchern in die Leser Briefe hinterlassen können oder kleine Anmerkungen. Diese Bücher verlassen nie den Laden und bleiben so allen Kunden erhalten.

Im Verlauf der Geschichte werden bei dem Leser eine Menge Emotionen hervorgerufen. Es ist eine ruhige Geschichte die ohne großes Drama auskommt. Sie lebt von den Dialogen der Protagonisten.
Der Schreibstil ist jugendlich aber trotzdem sehr besonders. Die Charaktere werden unglaublich greifbar beschrieben und für mich als Leser war es so leicht die Emotionen von Henry und Rachel zu fühlen.
Es werden einige sehr tiefgründige Themen angesprochen die eigentlich bei jedem einmal eine Rolle spielen.

Diese Geschichte regt zum nachdenken an und zieht einen von Anfang an in seinen Bann. Sie berührt den Leser und bleibt einem auch nach dem Lesen noch lange im Kopf.
Deshalb bekommt „Das tiefe Blau der Worte“ von mir auch 5 von 5 Lesekatzen.