Rezension zu „Fighting to be Free – Nie so begehrt!

Daten:

Fighting to Be Free von Kirsty Moseley – Mira Taschenbuch – 464 Seiten – ISBN 978-3956497346 – 12,99€ – veröffenticht am 13. November 2017

Klappentext:

Seit Jamie Cole die Liebe seines Lebens von sich gestoßen hat, ist er ein anderer Mann geworden. Ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft verstrickt er sich tiefer in die Bandenkriege der New Yorker Unterwelt. Doch plötzlich ist Ellie zurück. Obwohl es Jamie zu zerreißen droht, versucht er sich, von ihr fernzuhalten, um sie zu schützen. Jamie würde alles für sie tun. Aber seine Feinde haben nur darauf gewartet, dass er endlich eine Schwachstelle offenbart.

Meine Meinung:

Das Cover zum zweiten Teil von „Fighting to Be Free“ hat mir farblich auf jeden Fall besser gefallen als der erste Teil.
Der Klappentext klingt wieder sehr vielversprechend und ich war vor dem Lesen wirklich sehr gespannt wie es mit Ellie und Jamie weitergehen wird.

Die Handlung setzt 3 Jahre nach dem Ende von Teil eins ein. Ellie wohnt inzwischen in London. Nach der Trennung von Jamie hatte sie eine sehr harte Zeit und hat lange gebraucht um sich davon zu erholen. Inzwischen ist sie glücklich in London und sogar verlobt.
Ellies Charakter hat sich auf jeden Fall deutlich verändert. Sie ist nicht mehr der fröhliche Wirbelwind aus Band eins. Sie ist eher vorsichtig geworden und man merkt, dass sie ihre Gefühle nie vollkommen auslebt. Ihr Kopf ist immer dabei damit ihr Herz nicht noch einmal so verletzt werden kann.

Jamie´s Leben hat sich auch komplett verändert. Sein Wunsch aus Band eins nach einem normalen Leben hat Jamie inzwischen komplett aufgegeben. Nachdem er am Ende von Band eins ins Gefängnis musste und sein alter Boss ermordet wurde, hat Jamie seine Geschäfte übernommen als er aus dem Gefängnis rausgekommen ist. Nun steckt er tiefer in den kriminellen Kreisen als er es jemals wollte.
Jamie versucht noch immer über Ellie hinwegzukommen. Er hat dafür gesorgt, dass sie nie den wahren Grund für die Trennung erfahren hat. Trotzdem ist er immer noch um ihre Sicherheit besorgt.
Doch ansonsten hat Jamie seine Gefühle ausgeschaltet. Er ist ein knallharter Gangsterboss geworden und man hat immer wieder das Gefühl das er sich selber bestrafen will für das was passiert ist.

Die drei Jahre Zeitsprung haben beiden Charakteren auf jeden Fall gut getan. Nun sind für mich viele Handlungen besser nachvollziehbar. Eigentlich habe ich Ellie und Jamie in Band eins genau in diesem Alter gesehen. Viele Handlungen waren damals nicht nachvollziehbar für 18 Jährige. Hier passt es nun besser.

In Band zwei gibt es wesentlich mehr Gewalt. Man wird als Leser komplett in Jamies Welt mitgenommen. Und die ist wirklich erschreckend. Man möchte ihn manchmal einfach Schütteln damit er endlich zu Verstand kommt.
Doch auch Ellies Leben hat einige Hürden bereit. Ein schwerer Unfall ihrer Eltern führt dazu, dass sie London den Rücken kehren muss und auf einmal wieder mit Jamie und ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Und als ob der Unfall und die Folgen davon nicht schon schwer genug sind, muss Ellie sich nun auch wieder mit ihren Gefühlen zu Jamie auseinandersetzen.

Das klingt erst einmal spannend. Ist es an vielen Stellen auch. Die Mischung aus Lovestory und Spannung ist gut gelungen. Alledings muss ich auch hier sagen, mir fehlt es einfach manchmal an Tiefe. Die Geschichte von Jamie und Ellie behandelt so viele wirklich schwierige Themen. Vielleicht hätte man sich da etwas zurückhalten sollen und dafür weniger Themen einbauen sollen, diese dann aber auch wirklich vertiefen.
Ich finde es teilweise so schade. Denn ich mag beide Charaktere sehr. Doch oft sind ihre Handlungen so schwer nachvollziehbar einfach weil man die Emotionen nicht so gut nachvollziehen kann.
Aber dann gibt es auch wieder diese Momente wo man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann und komplett eintauchen will in die Handlung. Da merkt man das Kirsty Moseley wirklich Potenzial hat. Ich glaube bei zukünftigen Büchern kann man als Leser noch einiges erwarten.

Band zwei von „Fighting to Be Free“ konnte auf jeden Fall an den ersten Band anschließen. Der Abschluss passt auf jeden Fall und hat mich als Leser auch zufriedengestellt. Ich freue mich auf weitere Bücher von Kirsty Moseley.
Von mir bekommt „Fighting to Be Free – Nie so begehrt“ 4 von 5 Lesekatzen.