Rezension zu „Fighting to Be Free – Nie so geliebt“

Daten:

Fighting to Be Free – Nie so geliebt von Kirsty Moseley – Mira Taschenbuch – 528 Seiten – ISBN 978-3956496806 – 12,99€ – veröffentlicht am 12. Juni 2017

Klappentext:

Es ist Jamies letzte Chance auf ein normales Leben. Bisher war seine Existenz bestimmt von Armut und Gewalt. Frisch aus dem Gefängnis entlassen ist er voller guter Vorsätze. Doch so leicht entkommt man seiner Vergangenheit nicht. Dann begegnet er Ellie — und sie verkörpert all das, wonach er sich sehnt. Die Anziehungskraft reißt sie beide mit. Jamie will alles tun, sich ihrer würdig zu erweisen, der Mensch zu werden, den Ellie lieben kann. Aber noch hat er ihr nicht die Wahrheit über seine dunklen Taten gestanden. Sind Ellies Gefühle stark genug, um bei ihm zu bleiben? Bei einem Mann, der das Leben eines anderen auslöschte …

Meine Meinung:

Dieses Buch war ein Klappentext Kauf. Ich muss sagen das pinke Cover ist eigentlich nicht mein Geschmack. Allerdings finde ich es gut, dass dieses Cover ansonsten eher schlicht gestaltet ist.
Die Geschichte versprach eine gute Mischung aus Lovestory und Spannung. In der Hinsicht bin ich auf keinen Fall enttäuscht worden.

Jamie ist 18 Jahre alt und wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen. Seine Kindheit war alles andere als einfach und er hat für sich den Entschluss gefasst, dass er von nun an ein ruhiges, anständiges Leben führen will.
Sein Charakter ist sehr vielschichtig. Auf der einen Seite ist er der typische Bad Boy, der sich in gewissen Kreisen einen Ruf aufgebaut hat und der durchaus auch mal die Fäuste einsetzt. Aber Privat ist er eher unsicher und vorsichtig. Durch seine schwierige Vergangenheit kann er oft nicht verstehen das es Menschen gibt denen er wichtig ist.

Ellie ist 17 Jahre alt und ein sehr fröhlicher Charakter. Sie ist sehr beliebt aber trotzdem kein oberflächlicher Mensch. Eigentlich ist ihr die Beliebtheit eher unangenehm. Sie hat sich gerade von ihrem langjährigen Freund getrennt und will ihre Zeit erst einmal für sich genießen.
Zu ihrem Vater hat Ellie ein sehr gutes Verhältnis. Nur das Verhältnis zu ihrer Mutter ist nicht immer einfach. Es scheint als sei ihr das Ansehen der Familie oft wichtiger als das Ellie glücklich ist.

Beide Protagonisten sind sehr jung. Das finde ich eigentlich gut und ich mag solche Storys. Allerdings finde ich das Alter manchmal schwierig wenn man die Handlungen von Jamie und Ellie beobachtet. Da hat man manchmal das Gefühl das die beiden schon mindestens Mitte 20 sein müssen. Gerade bei Jamie fällt das oft auf. Natürlich hat nicht jeder das Glück behütet aufzuwachsen. Allerdings hätte ich mir da eine etwas andere Alterspanne gewünscht. Es macht die Handlungen einfach manchmal etwas schwer nachvollziehbar.

Sonst haben mir die Charaktere aber gut gefallen. Ellie ist etwas einfach von ihrem Charakter als Jamie. Das lockert aber die Handlung oft auch auf.
Kirsty Moseley steigt direkt in die Geschichte ein. Man wird direkt mitten in die Handlung geschleudert als Leser. Das hat mir gut gefallen. Ein toller und spannender Einstieg.

Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen. Nachdem der Start wirklich mit einem Knall beginnt, wird die Handlung in der Mitte etwas ruhiger und steigert sich am Ende dann wieder.
Manche Handlungen sind sehr vorhersehbar. Wobei ich das ja bei Büchern nicht immer schlimm finde. Es kommt halt auf das gesamte Paket an.
Hier hätte ich mir manchmal ein paar mehr Wirrungen gewünscht damit die Spannung etwas weiter oben gehalten wird und die Charaktere mehr Tiefe bekommen. Es ist definitiv noch Platz nach oben.
Das Buch hat ein offenes Ende und man ist als Leser natürlich gespannt wie es weitergehen wird. Im zweiten Band hätten die Charaktere dann noch einmal die Chance doch etwas mehr in die Tiefe zu gehen.

Insgesamt hat mir „Fighting to Be Free – Nie so geliebt“ gut gefallen. Es ist sicherlich noch Platz nach oben aber ich habe auf jeden Fall mit Jamie und Ellie mitgefiebert. Deshalb bekommt das Buch 4 von 5 Lesekatzen.