Rezension zu „HeroIn Love“

 

Daten:

HeroIn Love von Christine Eder – BookRix – 404 Seiten – ISBN 978-1986128735 – 13,99€ – veröffentlicht am 01. März 2018

Klappentext:

Valentin kehrt nach zwei Jahren in seine Heimatstadt zurück und übernimmt die Firma seines Vaters. Auf ihn warten verborgene Familiengeheimnisse, geschäftliche Intrigen, Rache und nicht zuletzt … seine große Liebe. Ein zufälliges Treffen und einige darauffolgende Umstände führen Valentin und Elena wieder zueinander und bringen sie näher, als es Elena lieb ist. Denn diesmal hat Elena schon wesentlich ernstere Gründe, um sich nicht auf Valentin einzulassen. Valentin steht nicht nur vor der Herausforderung, die Firma zu retten, sondern auch die aufgebaute Blockade in Elenas Herzen zu brechen.

Meine Meinung:

Im Herbst 2017 hatte mich „HeroIn“ von Christine Eder wirklich sehr begeistert. Für mich war Christine bis dahin völlig unbekannt und die Handlung in „HeroIn“ war wirklich anders und nicht oberflächlich.
Deshalb habe ich mich auch sehr auf die Fortsetzung gefreut.

„HeroIn Love“ setzt einige Monate nach dem Ende von Band 1 ein. Allerdings ist das nur ein kurzer Einblick in Elenas Sicht. Danach gibt es noch einmal einen Zeitsprung. Die eigentliche Handlung beginnt zwei Jahre nach dem Ende von „HeroIn“.

Zu den Charakteren muss ich nicht mehr so viel sagen. Natürlich haben sich Valentin und Elena in den Jahren verändert.
Valentin übernimmt nach der Rückkehr in Hamburg die Firma seines Vaters. Allerdings hat er dort mit einigen Problemen zu kämpfen. Die Dinge laufen nicht so glatt wie er sich das wünscht.
Dazu kommt das seine gute Freundin Roma von der gemeinsamen Vergangenheit der Autorennen eingeholt wird.
Und kaum in Hamburg angekommen werden für Valentin auch die Erinnerungen an Elena immer intensiver. In den letzten zwei Jahren ist ihm immer mehr aufgefallen wie er sich Elena gegenüber verhalten hat und wie viel er eigentlich für sie empfindet.

Elena hingegen hat ihr Leben komplett in die andere Richtung geändert. Sie ist mit einem „Hero“ , wie sie reiche, erfolgreiche Männer selber nennt, verlobt und bereitet gerade die Adoption von Vince vor. Endlich scheint ihr größter Wunsch in Erfüllung zu gehen. Nach einer langen Zeit in der es ihr wegen Valentin schlecht ging scheint ihr Leben nun endlich ruhig und wie geplant zu verlaufen.
Doch auch sie bleibt von den Ereignissen rund um Roma nicht ausgeschlossen. Schließlich ist es ihre beste Freundin die auf einmal in Lebensgefahr schwebt.

Dieses Buch ist für mich komplett anders als der erste Teil. Bis auf den Anfang und das Ende ist das komplette Buch aus der Sicht von Valentin geschrieben. Das hat mir gut gefallen denn ich mochte Valentin schon im ersten Band sehr. Außerdem ist es spannend noch ein wenig in seine Denkweise hineinzublicken.

Beide Charaktere haben sich sehr verändert. Allerdings muss ich sagen, dass ich Elenas Veränderung manchmal nicht verstehen kann. Alles was sie vorher sehr stark verurteilt hat macht sie nun selber. Am Ende nutzt sie ihren Verlobten meiner Meinung nach aus damit sie endlich die Adoption abschließen kann. Das finde ich etwas schade.

Valentin hat sich sehr zum Positiven verändert. Er versucht sein Leben zu ordnen und hat gelernt für die Dinge die er liebt auch zu kämpfen. Er wird auch mit dem Verhältnis zu seiner Mutter konfrontiert welches zu Anfang nicht wirklich gut ist.
Der Schreibstil von Christine hat mir wieder sehr gut gefallen. Sie hat eine ganz eigene Weise zu schreiben und man kann wunderbar in die Geschichte eintauchen.

Und wie im ersten Band ist auch dieser Teil wieder sehr Gesellschaftskritisch. Das finde ich gut und es regt zum Nachdenken kann. Man reflektiert seine eigenen Handlungen und manchmal ist es erschreckend das man ohne es zu wollen ganz anders handelt als man es eigentlich möchte.

Allerdings muss ich auch eine kleine Kritik äußern. Und zwar hat mir der Verlauf von Band eins doch besser gefallen. In Band zwei dreht sich sehr viel um die Firma von Valentin und seine Probleme dort. Und auch die Erlebnisse von Roma spielen eine große Rolle. An sich finde ich beides spannend und es hat sehr gut gepasst aber ich hatte den Eindruck, dass dadurch die Geschichte von Valentin und Elena zu wenig Platz hatte. Ich hätte mir da wirklich gewünscht, dass sie sich mehr mit der Beziehung zueinander und auch der Vergangenheit auseinandersetzen. Eigentlich ist es eher Valentins Geschichte in der manchmal Elena auftaucht.
Natürlich merkt man trotzdem wie sie von den Gefühlen her zueinander stehen aber es hätte für mich einfach noch ein wenig intensiver sein dürfen.

Trotzdem hat die Geschichte einen runden Abschluss gefunden. Für mich bleiben beide „HeroIn“ Bücher auf jeden Fall etwas das sich deutlich von anderen Geschichten abhebt. Deshalb ist die Kritik auch meckern auf hohem Niveau.
Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Bücher von Christine Eder.
Von mir bekommt „HeroIn Love“ 4 von 5 Lesekatzen.