Rezension zu „Tanz, meine Seele“

Daten:

Tanz, meine Seele von Kira Minttu – Ink Rebels – 350 Seiten – ISBN 978-3959693234 – 12,90€ – veröffentlicht am 05. Februar 2018

Klappentext:

Harper liebt das Tanzen, ihre Unabhängigkeit und daneben nur noch Molly, ihre eigensinnige Perserkatze. Reicht völlig aus, findet Harper, und beobachtet kopfschüttelnd, wie ihre beste Freundin Andra von einer Beziehungskatastrophe in die nächste stolpert. Bis Harper beim Tanzen plötzlich vor einer Herausforderung steht, die sich weder durch Kampfgeist noch mit Sarkasmus lösen lässt: Wie soll sie Gefühle auf der Bühne zeigen, die sie nicht spürt? Einen gäbe es vielleicht, der ihr helfen könnte. Doch vor ihm hält Harper ihr Herz erst recht unter Verschluss …

Meine Meinung:

Bis jetzt habe ich alle Bücher von Kira Minttu gelesen. Vor allem “Me without Words“ konnte mich sehr begeistert.
Deshalb war ich wahnsinnig gespannt auf ihr neues Buch. Vor allem weil mir dieses Cover sofort im Kopf geblieben ist.

Ich wusste nicht genau was mich erwaretet. Charaktere die komplett anders sein sollen werden ja oft angepriesen. Leider merkt man beim Lesen dann oft schnell, dass es doch nicht der Fall ist.
Aber hier wurde das Versprechen gehalten. Ich habe Harper vom ersten Satz an geliebt. Ihre Sicht auf die Dinge, ihr klarer Verstand und der Zynismus. Harper ist ein sehr starker Charakter. Sehr eigenwillig und passt sich niemandem an. Sie weiß was sie will und geht ihren Weg. Es gab so viele Stellen an denen ich lachen oder grinsen musste. An manchen Stellen hätte man Harper auch einfach mal kräftig schütteln können oder in schwierigen Momenten hätte man sie gerne in den Arm genommen. Aber sie zieht die Kraft aus der Musik und dem Tanz.
Auch wenn tanzen nicht unbedingt meins ist, Musik ist für mich auch wahnsinnig wichtig. Deshalb konnte ich mich sehr gut in Harper hineinversetzen.
Harper hat viele Steine die ihr im Weg stehen. Oft steht sie sich auch selber im Weg. Aber ihre Entwicklung finde ich sehr realistisch. Nichts passiert von heute auf morgen und es geht auch nicht immer ohne Schicksalsschläge.

Auch die Nebencharaktere mag ich sehr. Sie ergänzen sich super. Harpers beste Freundin Andra ist ein guter Gegenpart und auch wenn die beiden gut miteinander befreundet sind, gibt es auch oft Reibungspunkte zwischen den beiden.
Es ist für Harpers Freunde nicht immer leicht. Denn ihre raue Art kann sie nur schwer ablegen. Trotzdem sind sie immer da und unterstützen Harper.
Nicht vergessen darf man Molly. Die ältere Katzendame ist mindestens genau so eigensinnig wie Harper und genau deshalb habe ich auch sie von Anfang an geliebt.

Der Schreibstil von Kira ist locker und die Handlung ist klischeefrei und trotzdem mit wahnsinnig viel Feingefühl. Bei den Beschreibungen der Tanzszenen konnte ich mir diese ganz genau vorstellen und fühlte mich als würde ich mit im Raum stehen und Harper direkt beobachten.
Naja und zu Kiras ersten Sätzen muss man ja schon nichts mehr sagen. Sie weiß wie man die Leute sofort in das Buch zieht.

Mich hat Harpers Geschichte einfach mitgerissen. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen. Dabei habe ich wirklich alle möglichen Emotionen erlebt. Gelacht, mitgefiebert, an manchen Stellen musste ich ganz schön schlucken. Es war einfach unglaublich toll.
Für mich wirklich einmal ein ganz anderer New Adult Roman. Endlich mal wieder eine Handlung die man nach ein paar Tagen nicht vergisst und eine Protagonistin die alles andere als perfekt ist und die man gerade deshalb ins Herz schließt.
Ich kann euch dieses tolle Buch wirklich nur ans Herz legen.

Von mir bekommt „Tanz, meine Seele“ 5 von 5 Lesekatzen und ich freue mich schon wahnsinnig darauf wenn es weitergeht.