Resension zu „Black Dagger – Phury und Cormia“

Daten:

Black Dagger – Phury & Cormia von J.R. Ward – Heyne Verlag – 768 Seiten – ISBN 9783453318076 – 9,99€ – veröffentlicht am 11. Oktober 2016

Klappentext:

Um der unglücklichen Liebe zu Bella, der Frau seines Zwillingsbruders, zu entkommen, hat der Vampirkrieger Phury es auf sich genommen, der Primal der Vampire zu werden.
Als er bei seiner Amtseinführung der wunderschönen Auserwählten Cormia begegnet, hofft er, Bella endlich vergessen zu können. Doch Cormia zweifelt an Phurys Aufrichtigkeit, und schließlich muss er etwas tun, woran er in seinem ganzen zweihundertjährigen Leben noch nie gedacht hat: um eine Frau kämpfen!

Meine Meinung:

Die Geschichte von Phury und Cormia ist ein wenig anders als die restlichen Teile der Black Dagger Reihe.
Die Protagonisten sind nicht so selbstbewusst und wissen was sie wollen. Und die Liebesgeschichte ist eher eine ruhige und langsame Geschichte.

Phury ist der Bruder von Zsadist. Neben Rage gilt Phury als ein sehr attraktiver Krieger. Er hat wunderschönes Haar und im Gegegensatz zu den anderen Brüdern hat Phury nur ein Bein. Warum das so ist das erfährt man in der Geschichte von Zsadist. Doch durch das fehlende Bein fühlt sich Phury nicht als ganzer Mann. Dazu kommen Stimmen die er in seinem Kopf hat und wegen der er einen immer höheren Drogenkonsum hat.
Er hat sich in Zsadists Frau Bella verliebt und kommt nur schwer darüber hinweg. Obwohl ihm das Wohl seiner Brüder und deren Familien sehr am Herzen liegen, ist er sich selber gegenüber eher negativ eingestellt. Als Primal der Vampire ist Phury für den Fortbestand der Bruderschaft verantwortlich und soll sich mit allen Auserwählten vereinigen um Kinder zu zeugen.

Cormia ist die erste Auserwählte der Jungfrauen. Sie soll als erste von Phury ein Kind empfangen. Von der wirklichen Welt kennt sie nichts denn sie lebt in der Welt der Jungfrau der Schrift. Deshalb ist ihr die Lebensweise von Phury auch vollkommen fremd. Sie kennt nur ein Leben nach strengen Regeln und als Phury sie mit zur Bruderschaft nimmt ist Cormia anfangs überfordert mit deren Lebensweise. Aber sie ist eine sehr freundliche und liebevolle Person. Man erlebt eine unglaubliche Wandlung von ihr und das hat mir wahnsinnig gut gefallen.

Natürlich geht auch der Kampf mit den Lessern geht natürlich weiter. Die Situation für die Bruderschaft wird immer komplizierter.
Und auch andere Charaktere wie John und Rehvenge spielen eine große Rolle.
Das ist für mich auch ein Kritikpunkt der dazu geführt hat das ich eine Lesekatze abgezogen habe. Natürlich ist nach so vielen Teilen eine sehr komplexe Geschichte entstanden wo es nicht nur um die Protagonisten geht. Auch die ganzen Nebenhandlungen müssen weitergeführt werden und die Protagonisten für die nächsten Teile müssen natürlich auch eingeführt werden. Aber irgendwie habe ich seit Teil 5 das Gefühl das diese ganzen „Nebenhandlungen“ einen immer größeren Platz einnehmen und dadurch viel Raum für die eigentlichen Protagonisten verloren geht. Das finde ich sehr schade. Ich glaube das man manche Momente noch etwas tiefgründiger hätte erleben können wenn Phury und Cormia mehr Platz in ihrer Geschichte gehabt hätten.

Ansonsten gefällt mir der Schreibstil von J.R. Ward wieder sehr gut. Ich mag die Welt die sie erschaffen hat und freue mich immer wieder darin eintauchen zu können. Phury war ein sehr spannender Charakter und die Entwicklung von Cormia hat mir wirklich Freude bereitet.

Insgesamt hat mir dieser Teil wieder besser gefallen als Teil fünf. Deshalb bekommt „Black Dagger- Phury & Cormia“ von mir 4 von 5 Lesekatzen.