Rezension zu „Der letzte erste Kuss“

Daten:

Der letzte erste Kuss von Bianca Iosivoni – Lyx Verlag – 512 Seiten – ISBN 978-3736304147 – 10,00€ – veröffentlicht am 26. Oktober 2017

Klappentext:

Das größte Risiko, das beste Freunde eingehen können …
Elle und Luke sind beste Freunde – und das ist auch gut so.  Zu oft sind sie in der Vergangenheit verletzt worden, als dass sie noch an die große Liebe glauben würden. Doch dann ändert ein leidenschaftlicher Kuss alles. Und auf einmal ist es unmöglich, das heftige Prickeln zwischen ihnen noch länger zu ignorieren. Dabei wissen Elle und Luke, wie viel für sie auf dem Spiel steht. Und sie wissen auch, dass sie ihre Freundschaft mehr denn je brauchen …

Meine Meinung:

Bereits Teil eins „Der letzte erste Blick“ hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die Protagonisten und war wirklich sehr gespannt wie es weitergehen wird. Und ich wurde auf jeden Fall nicht enttäuscht.
Im ersten Teil haben wir schon ein wenig was über Luke und Elle erfahren. Beide sind beste Freunde und haben sich zum Beginn ihrer Freundschaft versprochen das sie nie miteinander im Bett landen werden. Daran haben sie sich auch immer gehalten. Denn die beiden sind wirklich wichtig füreinander.

Sowohl Elle wie auch Luke kommen aus schwierigen Familienverhältnissen. Allerdings wissen die beiden in der Hinsicht sehr wenig voneinander. Denn keiner von ihnen will wirklich über seine Vergangenheit und Familie reden. Doch in den zwei Jahren ihrer Freundschaft stehen sie sich immer bei.

Elle hat einen starken Charakter. Sie liebt ihr Leben an der Uni und ist froh direkt Anschluss gefunden zu haben. Denn im Gegensatz zu den anderen aus ihrem Freundeskreis ist sie erst für das Studium dazu gezogen. Die anderen kannten sich schon vorher. Luke ist in der Zeit ihr wichtigster Begleiter geworden.
Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Familie. Ihre Mutter konnte sich bis heute nicht damit anfreunden das Elle ihren eigenen Weg geht und nicht danach schaut was für die Familie das vermeintlich bessere wäre. Aus Unverständnis hat Elles Mutter sie vor zwei Jahren zuhause raus geworfen und seitdem hat Elle keinen Kontakt mehr zu ihnen gehabt. Doch als ihre Schwester sich verlobt und Elle zur Feier einlädt, muss diese sich dem Unvermeidlichen stellen. Immer an ihrer Seite ist Luke, der sogar kommt wenn sie gar nicht damit gerechnet hat. Und auch wenn sie beiden sich vor zwei Jahren ein Versprechen gegeben haben, merken sie doch immer mehr das da mehr ist als nur Freundschaft.

Luke hat mir im ersten Teil schon so gut gefallen. Ich mag seine witzige Art. Auch in Teil zwei wo wir so viel über ihn erfahren musste ich oft schmunzeln und er ist mir richtig ans Herz gewachsen.
Auch Luke hat eine schwierige Kindheit hinter sich. Seine Eltern sind früh gestorben und er ist mit seinem Bruder zusammen bei der Tante aufgewachsen. Aber Schuldgefühle lassen ihn einfach nicht los und leider ist mit den Jahren auch das Verhältnis zu seinem Bruder immer schlechter geworden.
Seine Tante besucht er zwar auch nur selten aber sie liegt ihm sehr am Herzen.
Auch wenn Luke als Herzensbrecher nie um einen lockeren Spruch verlegen ist, bekommen wir hier noch eine ganz andere Seite von ihm zu lesen. Diese Dunkelheit die ihn immer zu einer bestimmten Zeit packt ist wirklich erschreckend. Er hat mir wahnsinnig leid getan und man möchte ihm eigentlich nur helfen.

Natürlich erfahren wir auch wieder etwas über die anderen aus Elles und Lukes Freundeskreis. Es war schön zu lesen wie es mit Emery und Dylan weitergeht. Auch die beiden sind mit ihren gegenseitigen Streichen immer für einen Lacher gut.

Bianca hat einen tollen Schreibstil. Man ist so leicht in der Geschichte drin und fliegt quasi nur so über die Seiten. Es ist wirklich eine Freude ihre Bücher zu lesen.
Sie schreibt sehr bildlich und bringt einem die Gefühle der Protagonisten richtig nahe. Man versinkt quasi in der Geschichte.
Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil der Reihe und bin jetzt schon traurig wenn wir die Clique ziehen lassen müssen.

Ein tolles Buch, welches ich wirklich nur empfehlen kann. Deshalb bekommt „Der letzte erste Kuss“ 5 von 5 Lesekatzen von mir.