Rezension zu „Unter einer Decke: Mitebwohner wider Willen“

Daten:

Unter einer Decke: Mitbewohner wider Willen von Katie Weber – 324 Seiten – ISBN 978-1520215273 – 9,99€ – veröffentlicht am 20. Januar 2017

Klappentext:

Hollys Leben könnte so einfach sein. Wäre da nicht dieser unfassbar störende und auch noch ziemlich berühmte neue Mitbewohner, der die junge Frau jeden Tag aufs Neue in den Wahnsinn treibt. Mit seiner überheblichen Art schafft es Nathan immer wieder, Holly aus ihrem Schneckenhaus zu locken, so sehr sie sich auch dagegen wehrt. Langsam aber sicher scheint ihre Welt kopfzustehen und der anfangs so verhasste Mitbewohner mausert sich zu einem unverzichtbaren Teil ihres Lebens. Bis Holly eines Tages etwas erfährt, das ihr Universum erneut rotieren lässt.

Meine Meinung:

Nachdem ich „Breathe Again- Since you´ve been gone“ von Katie Weber gelesen hatte, wollte ich unbedingt noch ein Buch von ihr lesen. Deshalb entschied ich mich für den ersten Teil der Mitbewohner Reihe.

Im Vergleich zu „Breathe Again“ haben wir bei „Unter einer Decke“ eine ganz andere Stimmung. Ich habe mich mit Holly und Nathan unglaublich gut amüsiert.
Die beiden sind so unterschiedliche Charaktere und passen trotzdem wahnsinnig gut zusammen.

Holly hat sich ein ziemlich dickes Fell angeeignet. Sie lässt wenig an sich heran und versteckt sich hinter ihrem Ordnungs – und Planungswahn. Holly ist ein ziemlich direkter Mensch und sorgt deshalb oft für Unstimmigkeiten. Doch eigentlich ist sie ein sehr liebenswürdiger Mensch. Sie neigt nur dazu vieles zu schwarz zu sehen und sie hat nicht den Mut ihre Träume zu verwirklichen und geht in ihrem Leben lieber den sicheren Weg.

Nathan ist ein sehr lockerer Typ. Er weiß genau wie er Holly reizen kann und bringt sie ziemlich oft auf die Palme. Das ist für mich als Leser oft sehr lustig gewesen. Diese kleinen und größeren Streitereien waren sehr unterhaltsam.
Nathan ist ein sehr erfolgreicher Schauspieler und das alleine reicht damit Holly so einige Vorurteile hat. Doch Nathan ist eigentlich alles andere als der typische Schauspieler. Er hat wahnsinnig viel Geduld mit Holly. Auch wenn sie manchmal wirklich ohne Grund zickt bleibt er die Ruhe in Person. Ich wünschte ich hätte seine Geduld!

Beide Charaktere machen eine glaubwürdige Entwicklung durch. Das hat mir beim Lesen sehr gut gefallen. Ich konnte mich sowohl in Holly wie auch in Nathan hineinversetzen.

Der Schreibstil von Katie ist leicht und man ist direkt in der Geschichte drin. Ich habe schon nach den ersten paar Seiten gelacht. Alleine die Vorstellung entspannt in der Badewanne zu liegen und auf einmal steht ein „Fremder“ in meinem Haus. Und das mit völliger Selbstverständlichkeit.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings doch. Ich mag es gerne wenn das Ende einer Geschichte recht offen bleibt. So habe ich als Leser die Chance mir selber zu denken was aus den Charakteren wird.
Hier kam mir das Ende ein wenig zu schnell. Zwischen den letzten Geschehnissen und dem Ende muss ja doch eine Menge passiert sein mit beiden. Ich hätte mir sehr gewünscht da noch etwas mehr in Hollys Kopf schauen zu können.
Das Ende an sich war super und passte wirklich gut zur Geschichte. Mir fehlt nur ein wenig die Zeit dazwischen.
Aber das schwächt für mich nicht das Lesevergnügen welches ich mit Holly und Nathan hatte.

Von mir bekommt „Unter einer Decke: Mitbewohner wider Willen“ 4 von 5 Lesekatzen.