Rezension zu „The One“

Daten:

The One von Maria Realf – Rowohlt Verlag – 384 Seiten – ISBN 3499273248 – 9,99€ – veröffentlicht am 23. Juni 2017

Klappentext:

Lizzie steht kurz vor der Hochzeit mit dem attraktiven Sportlehrer Josh. Was er nicht weiß: Er ist die zweite große Liebe ihres Lebens. Nach Alex, der Lizzie so übel mitgespielt hat, dass sie nur mit Hilfe ihrer besten Freundin Megan wieder auf die Beine kam. Zehn Jahre ist es her, seit Lizzie zuletzt von Alex gehört hat – und die Vergangenheit ist für sie endgültig abgeschlossen. Aber jetzt, drei Monate vor Lizzies großem Tag, ist Alex wieder da. Er möchte ihr etwas Wichtiges sagen. Lizzie will davon nichts wissen, doch er lässt nicht locker …

Meine Meinung:

Ich hatte bei diesem Buch keine speziellen Erwartungen. Der Klappentext verspricht ja eher eine typische Liebesgeschichte. Aber irgendwie war ich doch neugierig darauf.

Lizzie steckt mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen mit Josh. Er ist ein netter, bodenständiger Mann und nach ihrer unschönen Trennung von Alex ist Lizzie froh ihn an ihrer Seite zu haben.
Mitten in diesem Chaos kurz vor der Hochzeit versucht auf einmal ihr Ex Alex wieder Kontakt aufzunehmen. Das blockt Lizzie zuerst aber ab. Sie will an die schmerzhafte Vergangenheit nicht erinnert werden.

Lizzie ist eine sympathische Protagonistin. Man kann sich auf jeden Fall in sie hineinversetzen. Nach der unschönen Trennung von Alex dauert es lange bis sie wieder ihr Glück im Leben findet. Dieses Mal setzt sie auf Verlässlichkeit und hat sich deshalb in den Sportlehrer Josh verliebt. Die Hochzeit mit ihm scheint die Krönung der Beziehung zu sein.
Doch wenn man einmal etwas tiefer in Lizzie hineinblickt dann merkt man, dass sie nicht immer so glücklich mit ihm ist. In manchen Dingen scheint Josh sie einzuengen und ihr den Freiraum zu nehmen den sie für ihre Träume braucht. Trotzdem liebt sie ihn.

Alex ist auch ein Charakter den man eigentlich von Anfang an mag. Durch Rückblenden wird erzählt wie er und Lizzie sich kennengelernt haben, wie eng ihre Beziehung war und was am Ende zu dem Bruch geführt hat.

Mit Josh wurde ich allerdings von Anfang an nicht warm. Wahrscheinlich war es auch so beabsichtigt. Natürlich brauchte das Buch einen Kontrast zu Alex. Das ist hier auf jeden Fall gelungen.
Josh ist auf keinen Fall kein schlechter Mensch. Aber seine Sichtweise ist doch sehr eingegrenzt und ohne es zu wollen nimmt er Lizzie dadurch viele Möglichkeiten.

Ich muss sagen, dass mir die Rückblenden tatsächlich mehr gefallen haben als die Handlung in der Gegenwart. Irgendwie konnte da mehr Gefühl vermittelt werden. Bei der Handlung in der Gegenwart war es mir manchmal zu oberflächlich. Viele Dinge wurde so ausführlich erzählt wenn es um das Brautkleid oder die Blumen ging. Die Gefühle sind da manchmal etwas auf der Strecke geblieben.
Deshalb hatte ich in den Passagen manchmal das Gefühl etwas beim Lesen zu stocken. Das ist mir in den Rückblenden nicht passiert.
Die Handlung ist an manchen Stellen etwas vorhersehbar. Trotzdem konnte mich die Geschichte überzeugen. Es gibt auch überraschende Wendungen und das Ende hätte ich auch nicht so erwartet.
Sicherlich gibt es noch Platz nach oben. Aber für einen Debütroman war es auf jeden Fall super. Ich freue mich auf weitere Romane von Maria Realf.

Von mir bekommt „The One“ 4 von 5 Lesekatzen.