Rezension zu „Weil ich dich zum atmen brauche“

Daten:

Weil ich dich zum Atmen brauche von Marla Grey – Forever by Ullstein – 323 Seiten – ASIN B06XBZ8VDQ – 3,99€ (E-Book only) – veröffentlicht am 06. März 2017

Klappentext:

Allisons Leben liegt in Scherben. Sie hat während ihrer Schulzeit in einer Kleinstadt in Pennsylvania alles erduldet: Gewalt, Intrigen und Manipulation. Nach dem Abschluss hofft sie auf einen Neuanfang. Doch als sie auf dem Weg zu einem Konzert den Park durchquert, trifft sie auf ihre alten Peiniger. Und alles ist wie früher. Wäre da nicht der schweigsame Musiker Jess, der genau im richtigen Moment auftaucht. Er rettet Allison und weicht ihr von da an nicht mehr von der Seite. Die beiden kommen sich näher und werden schließlich ein Paar. Doch wird ihre Liebe die Narben der Vergangenheit heilen können? Und was wird passieren, wenn Jess Allison eines Tages doch nicht beschützen kann?

Meine Meinung:

Ich hatte keine bestimmten Vorstellungen als ich das Buch angefangen habe. Der Klappentext klang spannend, wobei mich das Cover nicht so ganz begeistern konnte.

Die Geschichte von Allison startet etwas holprig. Am Anfang hat man als Leser viele Fragen die einen Einstieg etwas schwer machen. Zwar werden sie im Laufe der Geschichte aufgeklärt aber gerade am Anfang wo man einen Bezug zu den Protagonisten aufbaut ist es etwas schwer. Da wären kleine Häppchen nach und nach vielleicht besser gewesen.
Sonst ist der Schreibstil aber sehr flüssig und bildhaft. Ich lese gerne Storys in denen Musik eine große Rolle spielt. Da kann ich mich gut mit identifizieren.

Allison hatte es nicht leicht bis jetzt. In der Schule wurde sie gequält und angegriffen, von ihrer Familie wurde sie psychisch seit ihrer Kindheit gequält. Ihr einziger Halt war ihr Zwillingsbruder Ethan. Die beiden haben immer alles zusammen durchgestanden. Doch irgendwann ist er ohne ein Wort verschwunden. Niemand weiß wo er ist und Allison muss sich alleine ihrer Familie stellen. Immer mit dem Gefühl nicht genug zu sein.

Jess ist ein netter und ruhiger Mensch. Er verdient sein Geld als Straßenmusiker und hat Allison dadurch schon das ein oder andere Mal gesehen. Als sie im Park angegriffen wird hilft er ihr aus dieser Situation heraus. Er weicht ihr nicht mehr von der Seite und beide entwickeln Gefühle füreinander.

Jess hat eine sehr liebevolle Familie. Ganz anders als die von Allison. Doch auch er hat eine Vergangenheit die sich nicht so einfach verarbeiten lässt. Man versteht im Laufe der Handlung warum er oft so handelt wie er es eben tut.

Da die Handlung aus Allisons Sicht geschrieben ist, hätte ich mir das ein oder andere Kapitel auch aus der Sicht von Jess gewünscht. Ich glaube das hätte der ganzen Handlung noch mehr Tiefe gegeben.

Insgesamt haben mir alle Charaktere gut gefallen. Aber ich hatte beim Lesen immer ein wenig das Gefühl eher an der Oberfläche zu sein. Ich hätte als Leser gerne noch etwas mehr Tiefgang erlebt. Dann hätte man die Handlungen noch etwas besser nachvollziehen können.

An sich eine sehr schöne Buchidee mit guten Charakteren. Nur für mein Empfinden einfach immer etwas zu sehr an der Oberfläche. Ich bin einfach nicht ganz eingetaucht in die Geschichte.

Deshalb gibt es von mir 3 von 5 Lesekatzen.