Rezension zu „Traumhaft – Das Vergessen“

Daten:

Traumhaft-Das Vergessen von Johanna Lark – Dark Diamonds – 396 Seiten – ISBN B01MYT4XQV – 3,99€ – veröffentlicht am 30. Dezember 2016

Inhalt :

Klaras Bruder Matthias wird aus dem Koma befreit. Als Gegenleistung dafür muss Klara mit ihrem Kommilitonen Adrian einen Auftrag für ihre Chefin Sylvia erledigen.  Die beiden fliegen nach Los Angeles um dort einen Geschäftspartner kennenzulernen und neue Leute zu finden die ebenfalls die Traumfähigkeit haben.

Kaum in LA angekommen, wird Klara mit einer völlig neuen Welt konfrontiert. Alkohol, Drogen und Partys bestimmen hier den Alltag. Schnell verliert sie sich in dieser Welt. Nicht zuletzt um die unschöne Trennung von Tobi zu vergessen beginnt sie eine Affäre mit Adrian. Obwohl sie ihn nicht einschätzen kann und nicht weiß was er wirklich im Schilde führt.

Immer tiefer gerät Klara in die Machenschaften des Geschäftspartners Nick. Und dann macht Klara noch eine Entdeckung mit der wirklich niemand gerechnet hätte.

Meine Meinung:

Mir hatte Teil eins von der Traumhaft-Reihe wirklich gut gefallen. Ich fand die Idee sehr interessant und die Charaktere passten auch. Deshalb war ich natürlich sehr gespannt wie es weitergeht mit Klara.

Die Story setzt direkt am Ende des ersten Buches an. So ist man sofort wieder mittendrin. Trotzdem gibt es als kleine Hilfe immer mal kurze Rückblicke. Die sind zum Glück wirklich kurz gehalten und wiederholen nicht das komplette erste Buch.

Natürlich ist die Welt in die Adrian und Klara reisen komplett anders als ihr Leben in Deutschland. Das bringt auf der einen Seite natürlich Abwechslung. Mir persönlich hat dieser extreme Wechsel nicht so gut gefallen. Irgendwie kam es mir so vor als wenn die Story komplett abweicht. Natürlich passen noch immer ein paar Handlungen. Manchmal kleine Sachen, die man zuerst kaum wahrnimmt und die nachher eine größere Bedeutung bekommen. Manchmal auch direkt offensichtliche Handlungen.

Trotzdem ist die Hauptstimmung Party, Drogen und passend zum Titel des Buches „Vergessen“. Klara tut wirklich alles um den Schmerz wegen Tobi zu vergessen. Sie lässt sich auf Adrian ein obwohl sie nicht weiß wie sehr sie ihm trauen kann. Durch Adrian bekommt sie auch ständig Traumpillen. Die braucht sie um die Aufträge ihres neuen Vorgesetzten Nick zu erledigen.

Eigentlich hätte man da wirklich viel herausholen können. Das Potential war da. Die Charaktere bieten viel Stoff für Spannung. Aber irgendwie kommt die Geschichte nicht weiter. Es gibt keinen Spannungsbogen. Die meiste Zeit geht es nur um Alkohol, Party, Drogen und Sex.
Natürlich war der Sinn einen möglichst großen Unterschied zu dem Leben in Deutschland zu zeigen. Aber ich denke etwas weniger hätte es hier auch getan.
Leider kommt erst zum Ende des Buches wirklich Spannung auf.

Die Charaktere machen für mich wenig Entwicklung durch. Adrian ist weiter sehr undurchsichtig. Und Klara fängt irgendwann im Laufe der Geschichte an etwas zu nerven. Natürlich ist es für sie keine leichte Situation aber ihre Handlungen sind teilweise wirklich sehr naiv und wenig nachvollziehbar.

Von Tobi und Matthias bekommt man in diesem Band nicht so viel mit.
Nick ist ein spannender Charakter. Ihn hätte ich gerne mehr ausgearbeitet gesehen.

Insgesamt freue ich mich trotz der Kritik auf Band 3. Ich bin gespannt wie es endet, ob Klara doch noch eine Entwicklung erlebt und ob die Geschichte ein rundes Ende bekommt.

Von mir bekommt „Traumhaft-Das Vergessen“ 3 von 5 Lesekatzen.