Rezension zu „Wie die Luft zum Atmen“

Daten:

Wie die Luft zum atmen von Brittainy C. Cherry – Lyx Verlag – 369 Seiten – ISBN B01LBE0RKG – 9,99€ – veröffentlicht am 13. Januar 2017

Inhalt:

Ein Jahr ist vergangen seit Liz ihren Ehemann verloren hat. Damals war sie zu ihrer Mutter geflüchtet denn in dem gemeinsamen Haus hat sie es nicht ausgehalten.  Aber für die gemeinsame Tochter Emma versucht Liz ihren Alltag zu bewältigen.

Als sie mit ihrer Tochter in das alte Haus zurückkehrt macht sie direkt Bekanntschaft mit dem neuen Nachbarn Tristan. Auf den ersten Blick scheint er nicht besonders nett zu sein. Auch die Freunde von Liz warnen sie vor ihm.

Doch Liz ahnt, dass hinter dieser Fassade etwas steckt. Denn auch Tristan hat einen schweren Verlust erlitten und versucht sein Leben auf seine ganz eigene Weise zu bewältigen.

Meine Meinung:

Mir ist das Buch empfohlen worden. Und es ist ja auch wirklich in aller Munde. Der Klappentext klang wirklich sehr spannend und so habe ich mich sehr auf das Buch gefreut.

Es ist wirklich kein lockerer Liebesroman. Gerade am Anfang ist es wirklich sehr traurig und bedrückend. Der Autorin ist es sehr gut gelungen die Stimmung und Gefühle von Liz und Tristan wiederzugeben. Einige Freunde erzählten mir, dass sie beim Lesen gerade am Anfang weinen mussten. Das ist mir nicht passiert aber ich kann sagen, dass ich einen ordentlichen Knoten im Bauch hatte. Die Vorstellungen wie Liz meinen Mann zu verlieren, ist wirklich kein Gedanke den ich gerne in meinem Kopf habe.

Das Buch spielt hauptsächlich in der Gegenwart. Doch durch kleine Rückblenden erfährt man nach und nach als Leser die komplette Geschichte. Hauptsächlich wird die Geschichte aus Liz´s Perspektive beschrieben. Doch auch über Tristan und seine Vergangenheit erfährt man einiges.

Die Charaktere sind toll beschrieben. Man kann sich in sie hineinfühlen, ihre Handlungen sind nachvollziehbar und sie sind sympathisch. Ich muss sagen, dass Tristan mir als Person noch etwas mehr gefallen hat als Liz. Und ganz toll fand ich auch Emma. Sie hat immer etwas Lockeres in die Handlung gebracht.
Auch die anderen Nebencharaktere haben mir gefallen. Faye als Liz beste Freundin hat eine tolle Art und ist eigentlich die Freundin, die sich jeder wünscht.

Natürlich ist die Handlung bis zu einem gewissen Grad vorhersehbar. Das ahnt man ja schon am Klappentext. Aber das Buch lebt eher durch die Emotionen der beiden Protagonisten. Diese Kämpfe die sie mit sich ausfechten müssten um irgendwie wieder im Leben anzukommen. Man leidet wirklich mit beiden mit.
Und trotzdem passieren auch Dinge die man so nicht geahnt hätte. Deshalb ist man bis zur letzten Seite gut unterhalten.

Wer ein Buch mit vielen Emotionen und einer ordentlichen Achterbahnfahrt der Gefühle sucht, der ist hier genau richtig.
Von mir bekommt „Wie die Luft zum atmen“ 4 von 5 Lesekatzen.