Rezension zu „Die Clifton Saga 3-Erbe und Schicksal“

Daten:

Erbe und Schicksal: Die Clifton Saga 3 von Jeffrey Archer – Heyne Verlag – 512 Seiten – ISBN 3453471369 – 9,99€ – veröffentlicht am 11. April 2016

Inhalt:

Noch immer ist offen wer das Erbe der Familie Barrington erben wird. Ein Richter muss entscheiden ob Hugo Barrington nicht nur Giles Vater ist sondern auch Harrys. Das würde bedeuten, dass Harry, der ein paar Monate älter ist als Giles, alles erben würde.
Doch es würde auch heißen, dass Harry seine große Liebe Emma nicht heiraten darf. Denn sie ist Giles Schwester. Eine harte Zeit für Emma, Giles und Harry kommt durch die Entscheidung des Richter zum Ende. Endlich wissen alle wo sie dran sind und können ihr Leben neu gestalten.

Harry widmet sich wieder seinem Autorenleben und schreibt erfolgreich seinen nächsten Roman. Dieser führt ihn auch zu einer Lesereise nach Amerika.
Emma, die ihr Studium nicht machen konnte weil sie damals mit Harrys Sohn Sebastian schwanger war, holt dieses nun durch ein Fernstudium nach. Außerdem kümmert sie sich vermehrt um das Schifffahrtunternehmen.
Giles geht seinen Weg in der Politik und muss einen unschönen Wahlkampf und eine schwierige Ehe meistern.

Und dann ist da noch die nächste Generation der Barringtons und Clifftons. Sebastian steht kurz vor seinem Studium und Emmas Vater hat eine uneheliche Tochter als Waise zurückgelassen.
So haben beide Familien wieder einige Hürden zu meistern.

Meine Meinung:

Die ersten beiden Teile der Clifton Saga habe ich wirklich verschlungen. Beim 1. Teil wusste ich nicht was mich erwartet und ich war wirklich positiv überrascht. Jetzt habe ich schon den 3. Teil vor mir und ich habe mich wirklich gefreut zu erfahren wie es mit den Familien Clifton und Barington weitergeht. Der 2. Teil hat ja wirklich mit einem Cliffhanger geendet.
Dieser wird zum Glück direkt am Anfang des Buches aufgelöst. Ich denke das hat Jeffrey Archer auch gut hinbekommen. Als Leser kann man zufrieden sein und es bleibt immer etwas Raum zur Spekulation.

Durch die ersten beiden Bände ist man ja schon sehr vertraut mit Emma, Harry und Giles. Man kennt ihre Ecken und Kanten und es ist immer noch spannend zu lesen wie aus den Kindern nun gestandene Erwachsene geworden sind.
Schade finde ich das die Nebenpersonen immer mehr in den Hintergrund geraten. Natürlich sterben die älteren Personen im Laufe der ganzen Geschichte. Aber die Personen die vorhanden bleiben werden immer weniger behandelt.

Genau so schade finde ich, dass man so wenig über Sebastians großwerden liest. Nach dem Krieg ist er ein 6-jähriger Junge und auf einmal steht er kurz davor aufs College zu gehen. Da durch ihn aber auch die nächste Generation ins Spiel kommt hätte man sich als Leser mehr Hintergrundwissen gewünscht. Sebastian ist ein sympathischer junger Mann und man hätte ihn gerne auf seinem Weg dahin begleitet. Durch diesen großen Zeitsprung kommt er einem immer etwas weiter weg vor.
Vielleicht ändert sich das noch im Laufe der nächsten Bände und man bekommt einen besseren Einblick. Momentan bleibt für den Leser leider das Gefühl etwas verpasst zu haben.

In diesem 3. Teil geht es sehr stark um die Politik. Das hatte ich in einigen Rezensionen schon gelesen und ich hatte wirklich Sorge, dass es sehr trocken wird und sich das ganze Buch in die Länge ziehen wird. Und ich kann zum Glück sagen das ist nicht der Fall. Es gibt vielleicht ein paar wenige Passagen die nicht so spannend sind aber das kommt wirklich selten vor und ich denke bei so einer umfangreichen Geschichte ist das normal.
Es gibt auch einige spannende neue Charaktere die wir in diesem Buch kennenlernen. Sie sind teilweise wirklich eine Bereicherung und es hat Freude gemacht sie kennenzulernen.

Natürlich gibt es auch in Teil 3 einen bösen Cliffhanger und man will eigentlich am liebsten direkt weiterlesen. Zum Glück lässt Teil 4 nicht lange auf sich warten.

Von mir bekommt „Erbe und Schicksal-Cliffton Teil 3“ 4 von 5 Lesekatzen.

123   4