Rezension zu „Letting Go-Wenn ich falle“

Daten:

Letting Go-Wenn ich falle von Molly McAdams – Mira Taschenbuch – 368 Seiten – ISBN 3956496299 – 9,99€ – veröffentlich am 05. Dezember 2016

Inhalt:

Grey hat alles was man sich wünschen kann. Liebevolle Eltern und Ben mit dem sie schon seit ihrem 13. Lebensjahr zusammen ist. Nun gehen beide aufs College und möchten zusammen wohnen. Da Greys Vater das aber nur erlaubt wenn beide verheiratet sind, entschließen sich Ben und Grey spontan dazu zu heiraten.
Alles scheint perfekt, doch drei Tage vor der Hochzeit stirbt Ben an einem unerkannten Herzfehler, bei einem Ausflug mit seinen Freunden.
Für Grey bricht eine Welt zusammen. Sie zieht sich in ihre eigene Welt zurück. Nur Jagger, Greys und Bens bester Freund seit sie 9 Jahre alt waren kann noch zu ihr durchdringen. Zwei Jahre lang ist er ständig an Greys Seite und versucht sie vor dem ganz tiefen Fall zu bewahren.
Irgendwie schafft es Grey sogar durch das College. Nach ihrem Abschluss wollen Grey und Jagger in ihre kleine Heimatstadt zurück.
Doch als sie einmal dort sind entwickelt sich alles anders als Grey gedacht hat. Und sie muss sich Anfeindungen und eigenen Schuldgefühlen Ben gegenüber auseinandersetzen.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch bin ich Zwiegestalten. Auf der einen Seite hat er mich sehr berührt. Die Vorstellung seinen Partner so kurz vor der Hochzeit zu verlieren ist wirklich schlimm. Ich musste sofort an meinen Mann denken und konnte Grey so gut verstehen.
Ihr Kampf zurück in ein normales Leben hat mich wirklich mitgenommen und war für mich auch sehr realistisch.

Jagger als Charakter ist ja der Mann den sich fast jede Frau wünscht. Egal was mit Grey ist, er ist wirklich immer für sie da. Ohne das er je irgendwelche Forderungen stellt.
Manchmal hätte ich mir für ihn ein paar mehr Ecken und Kanten gewünscht. Er war an manchen Stellen einfach zu perfekt.

Natürlich ist alleine durch den Klappentext klar auf was die Story hinausläuft. Das war auch ok für mich. Grey ist eine junge Frau und natürlich muss das Leben für sie weitergehen. Auch das es Jagger ist, dem sie ihr Herz schenkt ist anhand der gemeinsamen Geschichte verständlich.

Hier kommen wir dann zu der anderen Seite. Manchmal war die Geschichte einfach zu weit hergeholt. Das natürlich nicht alle begeistert über die Geschehnisse sind ist völlig klar. Aber ich hatte oft das Gefühl das immer noch etwas das letzte Ereignis toppen musste. Da hätte ich mir an der Stelle etwas weniger Action gewünscht und dafür mehr Tiefgang.
Nicht immer muss ein Buch viele Geschehnisse haben. Manchmal sind die leisen und ruhigeren Bücher die interessantesten. Und alleine durch die schwierige Geschichte von Grey durch den Verlust von Ben, braucht die Story einfach Raum. Das hätte die ganze Geschichte noch etwas kompletter gemacht.

Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Deshalb gebe ich „Letting Go-Wenn ich falle“ 4 von 5 Lesekatzen.

 

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