Rezension zu „Töchter des Mondes-Cate“

 

Daten:

Töchter des Mondes – Cate von Jessica Spotswood – Egmont Ink – 368 Seiten – ISBN 3863960246 – 17,99€ – veröffentlicht am 09. August 2012

Inhalt:

New England zum Ende des 19. Jahrhundert. Es ist eine Welt in der Frauen keine Rechte haben und streng nach den Regeln der Bruderschaft leben.

Cate und ihre beiden Schwestern Tess und Maura haben früh ihre Mutter verloren. Am Sterbebett hat Cate der Mutter versprochen auf ihre beiden Schwestern aufzupassen. Allerdings gestaltet sich dies schwieriger als gedacht. Denn die drei Schwestern sind, genau wie ihre Mutter, Hexen. Und Tess und Maura halten nicht viel von Cates zurückhaltung. Und so hat Cate es nicht immer einfach das Geheimnis vor ihrem Vater und der Bruderschaft geheim zu halten. Denn Hexen droht in dieser Zeit der Tod.

Doch Cate hat noch andere Sorgen. Ihr 17. Geburtstag steht kurz bevor und sie muss sich entscheiden zu heiraten oder der Schwesternschaft beizutreten.
Gleichzeitig bekommt Cate eine Botschaft, die sie zum versteckten Tagebuch ihrer Mutter führt. Dort findet sie eine unvollständige Botschaft die viele Fragen aufwirft.

Meine Meinung:

Mir ist das Buch durch sein wirklich schönes Cover aufgefallen. Da ich allgemein auch gerne Bücher über Hexen lese, bin ich natürlich neugierig geworden.
Der Klappentext des Buches verspricht viel Spannung und eine interessante Geschichte.

Die erste Überraschung kommt direkt am Anfang. Man geht davon aus, dass diese Geschichte in der heutigen Zeit spielt. Das ist aber nicht so. Es ist eher in einem fiktiven 19. Jahrhundert angesiedelt. Da ich aber auch gerne historische Roma lese, hat mir das sehr gut gefallen.

Für mich war es aber doch schwierig in das Buch reinzukommen. Irgendwie wurde ich in der ersten Hälfte nicht warm mit den Personen. Es wird sehr viel beschrieben über das Leben der Schwestern und den Ängsten die Cate hat. Allerdings hatte ich oft das Gefühl immer die gleichen Sorgen und Ängste zu lesen. Es wiederholte sich einfach viel. Gleichzeitig war Cate für mich als Person nicht richtig greifbar. Die Story plätscherte so dahin. Es war nicht uninteressant aber es fesselte auch nicht.

In der zweiten Hälfte passiert dann auf einmal ganz viel und man will das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Da hätte man sich gerne mehr Raum für Entwicklungen und Handlungen gewünscht. Ich denke da hätte man am Anfang definitiv einige Seiten sparen können und dafür die spannenden Handlungen etwas ausbauen können.

Natürlich hat dieses Buch als Start einer Trilogie, ein offenes Ende.
Eigentlich bin ich dann immer direkt sehr neugierig wie es weitergeht. Aber hier hat es mich nicht ganz gepackt. Ich möchte schon gerne wissen was die drei Schwestern noch erwartet aber ich bin nicht so neugierig das ich direkt das zweite Buch lesen muss.

Es ist ein guter Auftakt zu einer Trilogie. Die Autorin hätte aber auf jeden Fall noch mehr herausholen können. Obwohl so viel über die Hauptpersonen geschrieben wird, komme ich einfach nicht richtig an sie heran und kann auch nicht ganz mit ihnen mitfühlen. Ich hoffe sehr, dass es sich dann im zweiten Buch etwas ändern wird.

Trotz der Kritik ist es ein interessantes Buch für alle Leser die gerne etwas über Hexen lesen. Die Welt, die sich die Autorin ausgedacht hat, kann noch viel Potential für spannende Handlungen bereithalten.

Deshalb gebe ich dem Buch 3 von 5 Lesekatzen

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