Rezension zu „Unsterblich-Tor der Dämmerung“

 

Daten:

Unsterblich-Tor der Dämmerung von Julie Kagawa – Heyne Verlag – 608 Seiten – ISBN 3453317114 – 9,99€ – veröffentlicht am 14. Dezember 2015

Inhalt:

Allison ist 17 Jahre alt und Waise. Sie lebt in einem Randsektor der Stadt New Covington. Dort lebt sie mit ein paar anderen „Unregistrierten“ in einer alten Schule.  Die Welt wie wir sie kennen gibt es nicht mehr. Eine Epidemie hat einen großen Teil der Menschheit getötet und Vampire haben die Herrschaft über die Menschen übernommen. Damit die Vampire genug Nahrung bekommen, müssen die Menschen sich registrieren lassen und regelmäßig zur Blutabnahme. Will man diesem Zwang entkommen bleibt einem nur das Leben als Unregistrierter. Doch dann bekommt man keine Nahrung und ist den Vampiren ausgeliefert. Allison hat sich ganz bewusst für dieses Leben entschieden und kämpft nun jeden Tag darum genug Nahrung zu finden und die Tage zu überstehen.

Als sie bei einem ausgedehnten Streifzug auf ein großes Nahrungslager stößt, informiert sie ihre Mitbewohner und sie machen sich gemeinsam auf den Weg zu diesem Lager. Denn diese Vorräte würden sie über den Winter bringen.
Doch es gibt auch noch die Infizierten. Und die sind oft eine größere Gefahr als die Vampire. Auf dem Rückweg vom Nahrungslager überfällt eine Gruppe Infizierter die jungen Leute. Allison wird schwer verletzt. Doch ein unbekannter Vampir entdeckt sie und so kommt es, dass sie vor der schwersten Wahl ihres Lebens steht. Will sie sterben oder will sie zu der Kreatur werden, die sie am meisten hasst?

Meine Meinung:

Julie Kagawa ist durch die „Plötzlich Fee“ Reihe ja sehr berühmt geworden. Ich habe oft das Problem, dass ich mich sträube etwas zu lesen wenn es so extrem gehypt wird. So war es auch bei dieser Autorin.
Allerdings möchte ich etwas mehr Vielfalt in meine Lesewelt bringen und mehr Fantasybücher lesen. Als ich dann sah, dass es eine neue Reihe von ihr gibt habe ich den ersten Teil bei mir einziehen lassen.

Und ich muss sagen, dass ich den Hype verstehe. Nun kenne ich die anderen Bücher nicht aber ich denke der Schreibstil wird ähnlich sein. Wir tauchen ein in eine Welt ohne Luxus, mit vielen Gefahren und ständiger Angst. Alles wirkt sehr bedrückend. Und man leidet sehr mit den Protagonisten. Gerade bei Allison ist es ein ständiges Auf und Ab der Gefühle. Das ist der Autorin wirklich gut gelungen.

Natürlich haben wir hier auch typische Vampir – Kriterien. Sie können nur Menschenblut trinken, nicht im Tageslicht wandeln usw. Und trotzdem ist es kein typisches Vampirbuch. Es ist eine Mischung aus Fantasy und Dystopie. Und alleine die Vorstellung in dieser Welt zu leben, bereitet einem Gänsehaut.
Wenn die Gruppe auf Motorräder, Autos und ähnliches trifft und sie nicht kennt. Das ist sehr erschreckend.

Während der Handlung macht Allison eine enorme Verwandlung durch. In New Covington muss sie ständig um ihr Leben kämpfen. Als sie später zu einer Gruppe stößt und mit ihnen reist, lernt sie zum ersten Mal richtige Freundschaft kennen. Und so bröckelt bei der harten Allison, irgendwann die harte Fassade. Und trotzdem ist das Buch nicht kitschig. Es gibt viel Spannung und Julie Kagawa scheut nicht davor so einige Personen sterben zu lassen.

Ich habe das Buch verschlungen und warte nun darauf das Teil 2 bei mir eintrifft. Mich hat Julie Kagawa auf jeden Fall überzeugt. Unsterblich- Tor der Dämmerung bekommt von mir 4 von 5 Lesekatzen.

1243