Rezension zu „Die Basenkur:14 Tage-Plan für mehr Gesundheit und Energie im Alltag“

 

Daten:

Die Basenkur:14 Tage-Plan für mehr Gesundheit und Energie im Alltag von Dr. Stephan Domenig – Christian Verlag – 176 Seiten – ISBN 3862447499 – 19,99€ – veröffentlicht am 23. Februar 2015

Inhalt:

Die Basenkur nach F.X Mayr wird hier genau beschrieben. Man bekommt eine Einleitung zum Thema Säure und Basen. Welche Lebensmittel sind gut und welche Lebensmittel sollte man vermeiden? Was passiert mit dem Körper wenn wir zu viele Säurehaltige Lebensmittel zu uns nehmen. All das wird sehr anschaulich und gut verständlich erklärt. Nach dieser sehr informativen Einleitung kommt man zu dem Teil der Basenkur. Damit man weiß wie man startet sind auch direkt 14 pH-Wert Teststreifen dabei. So hat man einen genauen Überblick während der Kur.

In dem Teil der Basenkur, bekommt jeder Tag eine Doppelseite. Hier wird aufgeführt was an dem jeweiligen Tag gegessen werden sollte. Die Rezepte dazu findet man dann im hinteren Teil des Buches. Außerdem gibt es an jedem Tag kleine Hinweise mit Übungen zur Achtsamkeit oder dem allgemeinen Wohlbefinden. So hat man eine sehr ausführliche Auflistung für die nächsten 14 Tage und kann direkt starten.

Meine Meinung:

Ich habe im letzten Jahr schon einmal eine Basenkur gemacht. Auch dazu hatte ich ein Buch welches mir aber nicht so gut gefallen hatte. Dieses Buch ist wesentlich ausführlicher. Es geht ja nicht nur darum die Basenkur zu machen, sondern einige Dinge auch nachher noch in seinen Alltag einzubringen. Und dafür muss man wissen auf was man achten sollte.

Die Aufmachung des Buches fand ich sehr schön. Die Bilder zu den einzelnen Tagen der Kur sind ansprechend und machen Lust auf die Gerichte. Auch die Kur an sich finde ich gelungen. Es ist eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei. Sollte man ein Gericht nicht mögen dann kann man es ja durch eine Alternative austauschen. Auswahl hat man ja genug. Man sollte sich natürlich im Klaren darüber sein das Gewürze nur spärlich benutzt werden in der Zeit. Vieles wird mit Kräutern gewürzt oder nur mit etwas Salz und Pfeffer.

Was ich nur etwas bemängeln muss sind die Portionsgrößen. Natürlich sollten diese nicht zu üppig ausfallen. Aber wenn das Mittagessen zum Beispiel aus 2 Kartoffeln und 1 Zwiebel als leichter Auflauf besteht ist es doch etwas wenig. Da habe ich dann doch etwas aufgestockt und manches Gericht durch das Ein oder Andere Gemüse erweitert. Das Frühstück fand ich immer reichlich und hat lange satt gemacht. Am Abend gibt es immer eine leichte Suppe, die nicht schwer im Magen liegt.

Die ersten zwei Tage waren wirklich schwierig. Ich bin mit viel Begeisterung in die Kur gestartet und habe am 1. Tag viel für die Woche vorbereitet. Aber abends merkte ich schon das ich Kopfschmerzen bekomme. Wir sind dann zeitig schlafen gegangen. Aber am nächsten Tag bin ich leider auch wieder mit Kopfschmerzen aufgewacht. Ich kannte das schon von meiner Kur vom letzten Jahr. Der körper entgiftet und so kann es einem am Anfang schlecht gehen. Mich hat es an dem zweiten Tag dann voll erwischt. Ich musste mich übergeben und habe an dem Tag dann auch nicht mehr wirklich etwas gegessen. Zum Glück hatte ich frei und konnte mich hinlegen.

Aber am nächsten Tag ging es dann. Ich habe mich dann mit jedem Tag besser gefühlt. Nur richtig satt war ich nie in der Zeit. Das war für mich auch das größte Problem. Auf gewisse Dinge zu verzichten finde ich nicht schwer. Auch wenn ich meinen Kaffee am Morgen wirklich liebe. Auf gewisse Dinge kann man verzichten. Aber ich fühlte mich mit jedem Tag hungriger, obwohl ich die Portionen schon verändert hatte. Und es ist nicht so das wir riesige Portionen essen würden. Deshalb muss ich auch ehrlich sagen, haben wir nach einer Woche Basenkur aufgehört. Wir haben es nicht mehr geschafft. Das hat mich schon auch geärgert aber am Ende war ich doch froh.

Trotzdem war es eine tolle Sache. Man lernt das Essen wieder bewusster wahrzunehmen und man weiß auf welche Dinge man im Alltag achten sollte. Das klappt natürlich nicht immer. Manchmal macht unsere stressige Zeit einem einen Strich durch die Rechnung.
Es hat mir auch gezeigt, dass wir viele Dinge schon automatisch beachten und zum größten Teil gar nicht so säurig essen.
Ich denke so ein Buch kann nie alles abdecken. Man muss auch immer ein wenig auf seinen eigenen Körper hören und alles seinen eigenen Lebensumständen anpassen. Insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen, das Gesamtpaket stimmt! Deshalb bekommt es von mir 4 von 5 Lesekatzen.

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