Rezension zu „Rauklands Sohn“

 

Daten:

Rauklands Sohn von Jordis Lank – Verlagshaus El Gato – 364 Seiten – ISBN 3943596045 – 12,90€ – veröffentlicht am 07. März 2013

Inhalt:

Ronan ist der Sohn von Rauklands König Azel Carinn. Als er während einer wichtigen Schlacht versagt und sein Heer nicht in die Schlacht schickt, bestraft sein Vater ihn schwer. Ronan wird ausgepeitscht, gebrandmarkt und muss Raukland für ein Jahr verlassen.

In diesem Jahr soll Ronan nach Lannoch zu König Merin Kendrick reisen und die Insel als Handelspunkt einnehmen. Sollte es ihm nicht gelingen wird das Ronan nicht der nächste Herrscher von Raukland werden.
So nimmt Ronan die Herausforderung an und reist nach Lannoch. Doch als er dort ankommt ist er völlig überrascht. Hatte er damit gerechne die Insel mit dem Schwert und Gewalt einzunehmen, bekommt er nun aber von König Merin Prüfungen gestellt, denen er sich das ganze Jahr über stellen muss.
Doch schon die erste Aufgabe scheint für Ronan nicht zu schaffen zu sein. Denn er soll einen wahren Freund finden. Ronan aber hatte in seinem Leben noch nie einen richtigen Freund und die Bewohner von Lannoch sind ihm nicht sehr wohlgesonnen. Und so beginnt für Ronan die schwerste Prüfung seines Lebens.

Meine Meinung:

Ich hatte die Bücher von Jordis Lank schon länger auf meiner Liste stehen. Wie schon häufiger bin ich dank Facebook auf sie aufmerksam geworden. Und als sie mir dann angeboten hat den ersten Teil ihrer Raukland Trilogie zu lesen, war ich mit Freude dabei.

Ich liebe ja historische Romane. Dieser hier ist allerdings ganz anders. Denn hier geht es nicht um historische Fakten. Die Geschichte ist komplett fiktiv. Und genau das macht es so spannend. Denn dadurch liegt es am Autor die Protagonisten dieser Zeit wirklich gut darzustellen und sie uns nahe zu bringen. Und das ist Jordis Lank wirklich gut gelungen. Jordis steckt so viel Liebe in die detailreiche Beschreibung von Orten und Personen, dass man wirklich alles genau vor Augen hat. Sie führt den Leser in Ronans Welt und lässt uns hinter die harte Fassade gucken.

Ronan ist als Krieger erzogen worden. Seine Mutter war eine Geisel und hat ihn und seine Schwester früh verlassen. Liebe und Freundschaft kennt er nicht. Und so ist er mit dem Leben in Lannoch und den Menschen dort wirklich überfordert. Zuerst versucht er wie gewohnt alles zu bewältigen, stößt aber schnell an seine Grenzen. Als er Liam rettet und ihm als Gegenleistung dazu auffordert seinen Freund zu spielen, will er Liam aber nicht an sich heranlassen. Die offene Art seines „Freundes“ überfordert ihn.
Im Laufe des Jahres passieren so einige Dinge. Alles wird sehr bildlich beschrieben. Auch der innere Kampf von Ronan ist sehr gut nachvollziehbar. Ich glaube fast jeder hatte schon einmal innere Kämpfe, die einen haben wachsen lassen.

Ich bin wirklich begeistert von diesem tollen Buch und freue mich schon auf den zweiten und dritten Teil. Die Charaktere sind einem sehr ans Herz gewachsen und am Ende habe ich noch bis in die Nacht hinein gelesen weil ich wissen wollte wie die erste Geschichte für Ronan zu Ende geht.

Deshalb bekommt „Rauklands Sohn“ von mir 5 von 5 Lesekatzen.

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