Rezension zu „Das Haus bei den 5 Weiden“

 

Daten:

Das Haus bei den 5 Weiden von Liz Balfour – Heyne Verlag – 304 Seiten – ISBN 3453471261 – 9,99€ – veröffentlicht am 11. Januar 2016-02-25

Inhalt:

Hanna ist Rechtsanwältin, hat aber ihren Job verloren. Deshalb arbeitet sie jetzt im Antiquitätenladen ihrer Mutter. Als ein neuer Auftrag eingeht, schickt Hanna´s Mutter sie in das kleine irische Städtchen Cork um das Ganze zu übernehmen.

Zuerst ist Hanna geschockt als sie das Haus des verstorbenen Dr. Thomas Oliver zum ersten Mal sieht. Alle Räume sind voll mit Büchern, Briefen, Zeitungsausschnitten, bis hin zu Einkaufszetteln. Alles ordentlich abgeheftet und vermerkt.
Hanna soll nun diese ganzen Unterlagen sichten und den Hausstand auflösen.
Anfangs ist Hanna von der Aussicht die nächsten Wochen in Cork zu verbringen wenig begeistert aber dann sieht sie es als Chance etwas Abstand in das Chaos ihres momentanen Lebens zu bringen.
Und bald schon macht sie in den Aufzeichnungen von Thomas interessante Entdeckungen und wird von ihm mit in die Vergangenheit Irlands genommen.

Meine Meinung:

Dieses Buch war für mich zum einen eine absolute Cover Entscheidung. Das finde ich hier wirklich absolut gelungen. Außerdem interessiert mich der Handlungsort Irland wirklich sehr.

Erzählt wird in diesem Buch in zwei Zeitebenen. Einmal der von Hanna und dann kommt auch Thomas Oliver zu Wort. Dadurch erfahren wir einiges über die Geschichte Irlands. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen und war sehr spannend.

Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht so gut in das Buch hinein kam. Es ist nicht schlecht geschrieben und die Geschichte an sich finde ich auch gut aber ich bin mit diesem Buch nicht ganz warm geworden.

Zum einen finde ich Hanna nicht so sympathisch und zum anderen denke ich, dass man Thomas Oliver mehr Platz in dem Buch hätte einräumen sollen. Eigentlich geht es um seine Geschichte aber es wird viel zu viel von Hanna erzählt. Dadurch wird vieles von Thomas nur angeschnitten oder wird nicht wirklich beantwortet. Das ist sehr schade.
Die Sprache ist gut zu lesen und auch sehr bildlich. Das finde ich bei Büchern die in so tollen Landschaften spielen auch sehr wichtig. Das ist der Autorin wirklich gelungen. Auch die Geschichte von Thomas und seiner Familie hat einen guten Spannungsbogen und eröffnet uns nach und nach die Geheimnisse der Vergangenheit.

Ich muss sagen, dass ich mir etwas mehr von diesem Buch versprochen habe. Noch einmal 50 Seiten mehr hätten der Geschichte gut getan. Man bleibt mit der ein oder anderen Frage zurück.

Insgesamt war es aber kein schlechtes Buch, deshalb bekommt „Das Haus bei den 5 Weiden“ von mir 3 von 5 Lesekatzen.

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