„Rezension zu Spiel der Zeit-Clifton Saga Band 1“

 

Daten:

Spiel der Zeit-Clifton Saga Teil 1 von Jeffrey Archer . Heyne Verlag – 560 Seiten – ISBN 3453471342 – 9,99€ – veröffentlicht am 13. Juli 2015

Inhalt:

Harry Cliffton wird kurz nach dem 1. Weltkrieg geboren. Sein Vater soll im Krieg gefallen sein und so muss Harrys Mutter ihren Sohn alleine großziehen. 

Als Harry zur Schule muss fällt es ihm schwer den Unterricht zu besuchen. Er lungert lieber bei seinem Onkel am Hafen herum und besucht seinen Freund Old Jack. Erst als Harry dem Chor beitritt wird sein Ergeiz geweckt den Unterricht zu besuchen denn will er im Chor bleiben, muss er lesen und schreiben lernen. Und so wird Harry schnell zu einem ausgezeichneten Schüler und bekommt ein Stipendium für ein Internat.
Dort freundet Harry sich direkt mit Giles Barrington an. Giles gehört einer Schifffahrts-Dynastie an und sein Vater ist der Chef von Harrys Onkel. Doch schnell muss Harry merken das Giles Vater ihm nicht wohl gesonnen ist.

Doch die Freundschaft zu Giles bleibt bestehen. Die Jungs werden älter, wechseln vom Internat in eine Schule vor Ort und Harry lernt Giles Schwester Emma kennen und verliebt sich in sie. Allerdings trifft diese Liebe in beiden Familien nicht auf große Begeisterung.
Welches Geheimnis hat die Familie Barrington? Und was hat die Familie Clifton damit zu tun?

Meine Meinung:

Zuerst dachte ich das die Clifton Saga sehr ähnlich der Jahrhundert Saga von Ken Follet ist. Die Zeit in der beide Reihen spielen ist zwar die Gleiche aber die Bücher unterscheiden sich doch komplett.

Mich hat „Spiel der Zeit“ von der ersten Seite an direkt gepackt. Harry ist ein sympathischer Protagonist und man begleitet ihn auf seinem Weg des Erwachsen werden.
Auch die anderen Charaktere sind wirklich gut beschrieben. Jeffrey Archer hat eine tolle Art zu schreiben und man kann wirklich alles bildlich vor Augen sehen.

Das Buch wird aus der Sicht von mehreren Personen erzählt. So bekommt man wirklich eine tolle Sicht auf die Geschehnisse. Und trotzdem wird es nicht langweilig. Denn viele Geschehnisse die anfangs Fragen aufwerfen, werden dann im Laufe des Buches und des Perspektivenwechsels aufgeklärt.

Wenn man bedenkt, dass die Handlung in der Saga noch gar nicht so lange her sind und das sie sich sehr genau an die damaligen Bedingungen halten, ist es doch sehr erschreckend. Es war normal, dass die ärmeren Menschen nicht lesen oder schreiben konnten. Sie hatten kaum Möglichkeiten aus ihren ärmlichen Verhältnissen herauszukommen. Umso bemerkenswerter ist Harrys Entwicklung. Allerdings hatte er viel Unterstützung von Menschen denen er am Herzen liegt.

Man hat beim Lesen aber nicht den Eindruck, dass die Geschehnisse nicht wirklich hätten passieren können. Denn es gibt auch sehr viele Rückschläge. Gerade Harrys Mutter muss sehr kämpfen um ihrem Sohn eine Zukunft zu bieten, die sie selber nicht hatte.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Tatsache, dass aufgrund der Fülle an Personen, im Laufe der Geschichte einige auf der Strecke bleiben. Das finde ich etwas schade denn der ein oder andere ist einem doch ans Herz gewachsen und sie werden dann nur noch kurz angeschnitten. Allerdings ist das meckern auf hohem Niveau.

Ich freue mich schon auf den zweiten Band denn so viel kann ich schon verraten, Band 1 endet mit einem Cliffhanger und macht es besonders spannend.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung. „Spiel der Zeit“ bekommt von mir 4 von 5 Lesekatzen.

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