Rezension zu „Die Tudor Fehde“

 

Daten:

Die Tudor Fehde von Christopher W. Gortner – Goldmann Verlag – 384 Seiten – ISBN 3442482798 – 9,99€ – veröffentlicht am 20. Juli 2015

Inhalt:

1558 stirbt Königin Mary I. von England und ihre Halbschwester Elisabeth I. kommt an die Macht. 
Da Mary eine sehr blutige Regierung geführt hat, indem sie versuchte das reformierte England wieder zum katholischen Glauben zu bekehren, sind viele Menschen aus England während ihrer Regentschaft geflohen. Auch Elisabeths Spion Brendan Prescott musste fliehen. Doch nun kann er endlich wieder nach London und an den Hof zurückkehren.

Kaum ist Brendan angekommen und trifft auf Königin Elisabeth gibt es auch schon den ersten Vorfall, der das Leben der Königin in Gefahr bringt. Brendan will mit Staatssekretär William Cecil und dem Spion Walsingham dem Attentat auf Elisabeth auf die Spur kommen.
Doch Elisabeth hat ganz andere Pläne für Brendan. Denn ihre geliebte Hofdame Lady Perry ist nach einer Reise zu ihrer Familie verschwunden. Elisabeth möchte das Brendan diesen Auftrag erledigt ohne Cecil oder Walsingham darüber zu informieren. Er soll direkt nach Yorkshire reisen.

Und so macht Brendan sich direkt auf den Weg. Doch was er in Yorkshire herausfindet, hätte er sich nie zu träumen gewagt. Es gibt viele Geheimnisse aufzudecken und alte Dämonen lassen ihm auch keine Ruhe.

Meine Meinung:

In diesem Buch gibt es ein letztes Wiedersehen mit Brendan Prescott. In den vorherigen beiden Büchern hat man ja schon ein wenig in die damalige Zeit voller Intrigen und Verrat eintauchen können. Auch die Lebensgeschichte von Brendan ist einem inzwischen bekannt.

Ich bin ja in den letzten beiden Büchern nicht wirklich in die Handlung reingekommen. Und auch dieses Mal muss ich sagen, dass es nicht so einfach war. Die Bücher von Christopher W. Gortner sind ja für historische Romane nicht besonders dick. Trotzdem habe ich im Vergleich zu anderen Büchern wirklich lange gebraucht bis ich sie gelesen habe.

Die Geschichte ist an einigen Stellen wirklich spannend. Sie hätte wirklich Potenzial aber es wird leider zu wenig aus der Grundidee herausgeholt. Bis Brendan erst einmal nach Yorkshire aufbricht, ist die Hälfte des Buches schon vorbei und ist er erst einmal angekommen, ist alles doch sehr vorhersehbar.
Ich denke der Geschichte wird einfach nicht genug Platz zum entfalten gelassen. Für mich fehlt einfach ein Spannungsbogen. Gerade in der damaligen Zeit wo so viel passiert ist und viele Personen mehrere Gesichter hatten, hätte man die Protagonisten mit mehr Feinheiten beschreiben können.

Nach dem dritten Buch rund um Brendan Prescott kam es mir irgendwann leider so vor als hätte ich alles irgendwie schon einmal in den ersten beiden Büchern gelesen. Es wurde dieses Mal nur der Handlung angepasst.
Ich wollte nach zwei Büchern natürlich wissen wie es ausgeht. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich jetzt auch froh bin diese Reihe gelesen zu haben und mich einem anderen Buch widmen kann.

Leider kann ich „Der Tudor Fehde“ nur 2 von 5 Lesekatzen geben.

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