Rezension zu „Das Tudor Komplott“

 

Daten:

Das Tudor Komplott von Christopher W. Gortner – Goldmann Verlag – 416 Seiten – ISBN 3442481295 – 9,99€ – veröffentlich am 18. August 2014

Inhalt:

Es gibt ein Wiedersehen mit Brendan Prescott, dem Spion von Prinzessin Elisabeth.

Nachdem ihr Bruder Edward VI gestorben ist, wird Mary Tudor die Königin von England. Als nicht mehr ganz so junge Monarchin ist es ihr wichtigstes Ziel möglichst schnell zu heiraten und einen Erben zu bekommen. Mary hat nie den Glauben ihres Vater angenommen und ist immer noch eine gläubige Katholiken. Deshalb will sie den spanischen Prinzen Philipp heiraten.
Das gefällt den Engländern absolut nicht denn die meisten haben den reformierten Glauben angenommen und haben Angst das ein katholischer Mann für ihre Königin sie dazu zwingt ihren Glauben wieder zu ändern.

Auch Elisabeth ist in diesem neuen Glauben erzogen worden. Deshalb lässt Mary ihre Halbschwester an den Hof kommen und erlaubt ihr auch nicht diesen zu verlassen. Sie will ihre Schwester, der sie nicht über den Weg traut, im Auge behalten.

Doch Elisabeth ist am Hofe in Gefahr und deshalb schickt man Brendan zu ihr. Er soll auf sie achten und in Erfahrung bringen wer etwas gegen Elisabeth in schilde führt.

Dann jedoch wird Elisabeth des Hochverrats beschuldigt. Und Brendan muss alles versuchen um sie vor dem Henker zu retten.

Meine Meinung:

Nachdem ich den 1. Teil dieser Serie gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf Teil 2. Ich hatte mir erhofft das die Personen hier etwas mehr ausgearbeitet werden und das etwas mehr ins Detail gegangen wird. Leider ist dies nicht der Fall. Auch wenn die Bücher in der Ich-Perspektive geschrieben sind, bekommt man kein richtiger Bezug zu den Personen. Ich weiß wirklich nicht genau warum das so ist. Viele Dinge sind auch wirklich gut erzählt und es lässt sich auch flüssig lesen.

Vielleicht liegt es daran, dasa ich nicht das Gefühl habe, dass sich die Personen wirklich weiterentwickeln. Mit Ausnahme von Elisabeth habe ich das Gefühl die Protagonisten dümpeln eher vor sich hin.

Dabei finde ich den Grundgedanken dieses Romans wirklich gut. Ich habe schon einiges über die Tudor Zeit gelesen und freue mich immer neue Facetten kennenzulernen. Denn die Geschichte bietet ja genug Freiraum um den Autoren Platz für ihre eigenen Gedanken zu lassen.

Das hat Gortner auch definitiv getan. Die Geschichte bringt einige Wendungen. Manches kann man sich vorher schon denken aber bei einigen Handlungen wird man durchaus überrascht.

Der Grundgedanke war auf jeden Fall gut. Aber die Ausführung hat mich leider nicht wirklich überzeugt.
Da es sich sehr flüssig liest werde ich auch noch den dritten Teil dieser Serie lesen und vielleicht kann mich Brendan Prescott dann mehr überzeugen.

Für das Tudor Komplott gibt es von mir 2 von 5 Lesekatzen.

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