Rezension zu „Das Erbe der weissen Rose“

 

Daten:

Das Erbe der weissen Rose von Philippa Gregory – Rowohlt Verlag – 624 Seiten – ISBN 3499267136 – 9,99€ – veröffentlich am 28. November 2014

Inhalt:

In diesem Buch geht es um Elizabeth von York. Diese heiratet nach dem Ende der Rosenkriege Henry Tudor. Mit dieser Heirat sollen die beiden Häuser Lancaster und York vereint werden und eine neue Dynastie geschaffen werden. Doch eine Heirat aus Liebe ist es nicht. Für Elizabeth ist es nicht einfach denn Henry hat ihren geliebten Onkel Richard, den sie heiraten wollte, auf dem Schlachtfeld getötet um an die Krone zu gelangen. Dazu kommt Henrys machthungrige Mutter Margaret, die ihrer Schwiegertochter nicht glaubt und ihre Zweifel auf König Henry überträgt.

Doch mit der Zeit will es dem ungleichen Paar doch gelingen sich anzunähern und sie entwickeln zarte Gefühle füreinander. Allerdings ist der Frieden im Land immer nur von kurzer Dauer. Die Engländer können sich mit König Henry nicht anfreunden und die Anhänger des Hauses York finden immer neue Verbündete um Unruhen und Aufstände im Land zu entfachen.
Als dann ein junger Mann auftaucht der behauptet Elisabeths verschwundener Bruder Richard Duke of York zu sein, muss sie sich entscheiden auf welcher Seite sie steht. Eigentlich steht sie treu hinter ihrem Mann und dem Hause Tudor doch es ist nicht einfach für sie die Freude über die Rückkehr ihres verloren geglaubten Bruders zu unterdrücken.
Doch Richard ist zurückgekommen um Anspruch auf die Krone zu erheben und so beginnt für das Haus Tudor ein erneuter Kampf um die Krone Englands.

Meine Meinung:

Das Erbe der weissen Rose ist der 5. Teil der Rosenkrieg-Reihe von Philippa Gregory. Ich habe bis jetzt alle Teile der Rosenkriege von Philippa Gregory gelesen. Sie hat eine Art zu schreiben die fesselt. Und es ist selten, dass man die Chance hat den Lauf der Geschichte aus der Sicht der Frauen zu lesen. Das hat mir bei allen Teilen sehr gut gefallen.

Bei „Das Erbe der weissen Rose“ fand ich es etwas schwierig in das Buch rein zu kommen. Das lag an den Protagonisten. Henry Tudor ist in dem Buch meist wenig sympathisch. Elizabeth ist am Anfang der Geschichte noch jung und trauert ihrer Liebe Richard Duke of Gloucester nach. Sie entwickelt sich im Laufe des Buches positiv. Allerdings wirkt sie an manchen Stellen doch immer etwas naiv.

Nach den ersten 30 Seiten hat mich das Buch aber doch wieder gefesselt und ich konnte es nicht aus der Hand legen.

Was ich auch sehr mag, ist die eigene Deutung, die Philippa Gregory vornimmt. Viele Dinge wie das Verschwinden der York Brüder, konnte nie geklärt werden. Und die Vermutung die Frau Gregory in ihren Büchern äußert kannte ich so noch nicht.

Für alle Freunde der englischen Geschichte und speziell Freunde der Rosenkriege und des Beginns der Tudor Herrschaft kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es ist komplett anders wie die restlichen Bücher zu dieser Thematik und lässt sich, nach einem etwas holprigen Anfang hervorragend lesen. Von mir gibt es dafür 3 von 5 Lesekatzen.

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