Rezension zu „Worte in meiner Hand“

 

Daten:

Worte in meiner Hand von Guinevere Glasfurd – List Hardcover (Ullstein Verlag) – 432 Seiten – ISBN 347135123X – 18,00€ – veröffentlicht am 07.August 2015

Inhalt:

Das Buch handelt von der Liebesgeschichte zwischen der Magd Helena und René Descartes im Holland des 17. Jahrhunderts. Die beiden treffen aufeinander als Descartes für einige Zeit im Haus von Helenas Arbeitgeber wohnt. Anfangs kann Helena den Mann nicht einordnen und fühlt sich unwohl in seiner Gegenwart. Doch die beiden kommen sich in verschiedensten Momenten näher und fühlen sich zueinander hingezogen. Helena ist fasziniert von dem Wissen was Descartes hat und er hat Freude daran Helena sein Wissen zu vermitteln.

Als der Hausherr für einige Zeit verreist ist kommt es dazu, dass Helena und Descartes miteinander schlafen. Aus dieser Zusammenkunft entsteht eine kleine Tochter. Doch das Leben ist nicht einfach zu dieser Zeit. Descartes will Helena nicht heiraten, lässt sie aber zu einer Bekannten in seiner Nähe bringen.
Für Helena beginnt eine schwierige Zeit um den Kampf nach einem eigenständigen Leben, ein besseres Leben und Wissen für ihre Tochter und schlussendlich auch um die Liebe zu Descartes.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch bei Vorablesen gewonnen. Die Leseprobe hatte mir gut gefallen. Gleichzeitig hatte ich Sorge, dass es vielleicht nicht mein Thema ist oder vielleicht zu sehr in die Materie des Renè Descartes geht. Das war aber nicht so. Ich habe das Buch in 2 Tagen quasi verschlungen. Die Autorin hat eine tolle Art zu schreiben. Die Entwicklung von Helena in diesem Buch ist enorm und ich finde es wirklich erschreckend zu lesen wie Frauen damals als Menschen 2. Klasse behandelt wurden. Ich lese oft historische Romane aber oft stehen dort die Männer im Vordergrund. Zu lesen wie Helena darum kämpft lesen und schreiben zu können und sich dieses Wissen auch für ihre Tochter wünscht ist wirklich spannend. Es zeigt wie viel Glück wir heute doch haben.                                                                                                   Die Geschichte geht wirklich ans Herz. Man spürt beim lesen wie verzweifelt Helena oft sein muss und wie schlimm es für sie ist das sie als einfache Magd keine Chance hat anders zu handeln.

Auch erwähnen sollte man das tolle Design. Sehr edel und wirklich schön gestaltet. Ich habe extra den Umschlag abgemacht und vorsichtig gelesen damit das Buch unversehrt in meinem Regal stehen kann.

Für mich wirklich ein Buch was jeder Freund von historischen Romanen gelesen haben sollte. Deshalb gibt es für dieses wirklich tolle Erstlingswerk 4 von 5 Lesekatzen. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

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