Rezension zu „Outlander – Feuer und Stein“

 

Daten:

Outlander-Feuer und Stein von Diana Gabaldon – Knaur TB – 1136 Seiten – ISBN 3426518023 – 14,99€ – veröffentlicht am 04. Mai 2015

 

Inhalt:

Die englische Krankenschwester Claire Randall fährt 1946, ein paar Monate nach dem zweiten Weltkrieg, mit ihrem Mann Frank nach Schottland um ihre Flitterwochen nachzuholen. Die beiden haben durch den Krieg wenig Zeit miteinander verbracht und wollen sich wieder annähern. Außerdem ist Frank Historiker und sehr an der Ahnenforschung interessiert. In Schottland hofft er einige Informationen zu bekommen.

Als Claire einen Tag fernab der Ahnenforschung, dafür nutzen möchte ihre Pflanzenforschung zu vervollständigen kommt sie in die Nähe des Steinkreises Craigh na Dun. Dort hört sie ein summen und die Steine scheinen mit ihr zu sprechen. Angezogen von diesen Geräuschen betritt sie den Steinkreis und erwacht nach einer Ohnmacht im Schottland des Jahres 1743.

Dort trifft sie auf Franks Vorfahren Jonathan Randall, der jedoch so ganz anders zu sein scheint wie ihr Mann. Doch es gibt zum Glück die Highlander, allen voran Jamie Fraser, der Claire oft zur Seite steht auch wenn sie eine Sassenach, eine Fremde ist. Eine Freundschaft entwickelt sich, die Claire zu schwierigen Entscheidungen zwingt. Wird sie je den Weg zurück zu ihrem Mann finden?

 

Meine Meinung:

Feuer und Stein wurde im Jahre 1995 das erste Mal in Deutschland veröffentlicht. Damals war Diana Gabaldon noch eine unbekannte Autorin. Deshalb wurde das Buch auch in einer um 25% gekürzten Fassung veröffentlich. Außerdem hatte Diana Gabaldon erst ab Band 4 eine feste Übersetzerin, ihre Freundin Barbara Schnell. Mit dieser neuen Ausgabe kommen nun auch endlich die deutschen Fans in den Genuss die ungekürzte und neu übersetzte Geschichte rund um Claire Randall lesen zu können.

Diana Gabaldon hat eine ganz eigene Art zu schreiben. Mit viel Humor und Zynismus schafft sie es immer wieder dem Leser ein Lächeln auf den Mund zu zaubern. Mit Claire hat sie eine starke Hauptperson erschaffen, die sofort sympathisch ist. Man lernt am Anfang des Buches die Situation kennen in der Claire und Frank die meiste Zeit ihrer Ehe gelebt haben. Claire war Krankenschwester im 2. Weltkrieg und hat dadurch schon viel Leid gesehen. Trotzdem merkt man welch große Probleme sie hat sich im Schottland des 18. Jahrhunderts, zurecht zu finden. Das hat Diana Gabaldon auch gut beschrieben. Ich denke jeder Leser wird sich fragen wie er sich fühlen würde auf einmal 200 Jahre zurück versetzt zu werden.

Diana Gabaldon schreibt sehr Detailreich. Das kann für den ein oder anderen Leser vielleicht so manches Mal etwas zu viel sein. Ich persönlich mag das wirklich gerne denn so entsteht ein wirklich tolles Bild vor Augen und man kann wirklich in die Geschichte hineinsinken.

Wer historische Romane liebt die sich wirklich an Fakten halten, wird hier auch begeistert sein. Diana Gabaldon forscht wirklich immer sehr intensiv und hält sich sehr genau an die Fakten. Nicht nur bei geschichtlichen Handlungen, auch was die Lebensweise der damaligen Zeit angeht.

Eigentlich ist für fast jeden etwas dabei. Liebe, Abenteuer, ein wenig Fantasie und Historisches. Die Highland Saga lässt sich schwer in eine Schublade stecken.

Für mich gehört Feuer und Stein deshalb zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher und ich kann es nur empfehlen.

Auch das Cover ist wirklich gut gelungen. Schlicht und edel sieht es aus. Fühlt man über das Cover dann kommt es einem manchmal vor wie ein leichter Samtüberzug. Wirklich hochwertig.

Deshalb gibt es von mir für die neue Übersetzung die einfach noch mehr Details enthält und durch die deutlich bessere Übersetzung noch näher am englischen Original ist, 5 Lesekatzen.

Ich freue mich schon auf den zweiten Teil der im Dezember in neuer, ungekürzter Übersetzung erscheint.

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